Die Story: Zwei schräge Schwestern: Während die chaotische Norah (Emily Blunt) einen Aushilfsjob nach dem anderen schmeißt und immer noch bei ihrem schrulligen Vater (Alan Arkin) lebt, der ständig neue Schnapsideen ausbrütet, versumpft die allein erziehende Rose (Amy Adams) in öden Hausmädchen-Jobs und einer hoffnungslosen Affäre mit einem verheirateten Polizisten. Der verrät ihr eines Tages, dass man mit der Säuberung von Leichenfundorten viel Geld verdienen kann. So gründen Rose und Norah die titelgebende "Wir-AG", die sich darauf spezialisiert, die Spuren von Morden, Suiziden und Amokläufen zu beseitigen. Das Geschäft läuft gut für die zwei von der Tatortreinigung - bis sie mit ihrer Schusseligkeit ein kleines Desaster auslösen ...
Die Schauspieler: Perfekt besetzt ist das ungleiche Schwesternpaar: Die wunderbare, bereits mit zwei Oscar-Nominierungen (für "Junebug" und "Glaubensfrage") geehrte Amy Adams verkörpert die verantwortungsbewusste Rose - und die ebenso wunderbare Emily Blunt, berühmt geworden als neurotische Modemagazin-Mitarbeiterin in "Der Teufel trägt Prada", spielt die anarchistische Norah. An ihrer Seite variiert Alan Arkin erfolgreich seine oscargekrönte Rolle des versponnenen Familienoberhaupts aus "Little Miss Sunshine".
Der Regisseur: Nach ihrem beeindruckenden Biopic "Sylvia" (mit Gwyneth Paltrow und Daniel Craig) präsentiert Christine Jeffs eine völlig unsentimentale, stimmige, schwarzhumorige Feelgood-Dramödie über liebenswerte Loser auf der Suche nach einem kleinen Fetzen Glück. Es geht durchaus um ernste Themen: um Einsamkeit und Erwachsenwerden, Verlust und Verdrängung, Selbstmord und Selbstachtung. Doch Jeffs und die begnadete Drehbuch-Debütantin Megan Holley blicken mit unwiderstehlichem Humor und unerschütterlichem Optimismus auf die kleinen und großen Katastrophen des Lebens. Sie wahren die Balance zwischen berührender Tragik und erfrischender Komik, zwischen gepfefferten Dialog-Duellen und packenden leisen Momenten. So gerät diese feinfühlige, geistreiche, emotionsgeladene Geschichte über Familienzusammenhalt in Krisenzeiten zu einer hinreißenden Charme-Offensive.
Fazit: Wer "Little Miss Sunshine" und "Juno" mochte, wird dieses bezaubernde Filmjuwel ebenso lieben.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?