Es gibt Momente, da hat Marcus Berg die Coolness gepachtet. Mit dicker Sonnenbrille marschierte der Schwede gestern an der Arena auf, mit tiefer Stimme, locker und gelassen im Stile eines Filmstars beantwortete er die Fragen, die auf ihn einprasselten. So sieht jemand aus, der sich rechtzeitig vor dem Bayer-Kick warm geballert hat.
Das 2:0 beim 4:1 der Schweden gegen Albanien - es tat Berg gut. "Im Nationalteam zu treffen, ist immer etwas Besonderes", stellte er klar. So soll es auch beim HSV weitergehen. Durch die Verletzungen von Guerrero und Petric ist der 23-Jährige noch stärker gefordert. "Ich weiß um den Druck", sagt er. "Dann muss ich jetzt eben noch härter arbeiten." Am liebsten im gewohnten 4-4-2-System, "da haben wir Stürmer es leichter".
Jupp Heynckes, Trainer des Gegners, ist gewarnt: "Berg ist ein guter Stürmer, der HSV wird im Sturm keine Probleme bekommen. Wenn man einen Spieler für zehn Millionen verpflichtet, dann ist das mehr als ein Ersatz." Wäre schön, wenn Leverkusens Coach schon morgen recht behielte.