Dass es zu heißen Fights kommen würde, war bei dieser Konstellation klar. Der heißblütige Brasilianer Carlos Eduardo gegen den giftigen HSV-Venezolaner Tomas Rincon - die beiden Südamerikaner schenkten sich nichts. Und sie sorgten für den Aufreger des Tages.
Das Spiel war noch jung, als es zwischen den Mittelfeldleuten kräftig krachte. Ein Beinschuss für Rincon, dessen Hand in Eduardos Gesicht. "Daran kann ich mich nicht erinnern", sagte Rincon. Für den Hoffenheimer Spielgestalter galt das Gegenteil. Den erinnerte eine blutige Lippe nämlich sehr genau an den Vorfall.
"Ich hatte ihn getunnelt, da war er wohl etwas sauer. Vielleicht wollte er Revanche", rekonstruierte Eduardo den "Tathergang". Ein Nachspiel wird die Attacke für Rincon nicht haben. Schiri Stark sah die Szene, gab Freistoß für Hoffenheim - Tatsachenentscheidung. Rincon blieb auf dem Feld, lieferte bei seinem Startelf-Debüt in der Bundesliga eine gute Leistung und darf nun auf eine Verlängerung seines Leihvertrages (endet nach der Vorrunde) bis Sommer hoffen. Der 21-Jährige ist sehr zuversichtlich: "Ich feiere Weihnachten und Silvester mit meiner Familie in Venezuela, dann komme ich zurück nach Hamburg."