Halma aus Hamburg sind zurzeit so ziemlich die unmodischste Band der Welt: Während gerade an jeder Ecke wilde, schnelle Retrobands abrocken, hypnotisieren Andreas Voß, Thorsten Carstens, Anna Bertermann und Fiona McKenzie ihre Hörer mit Instrumentalmusik im Zeitlupentempo. Gerade ist das neue, dritte Album "Back to Pascal" beim Hamburger Label "Sunday Service" erschienen.
Die Band zelebriert darauf ihre Mischung aus Ambient, Americana, Dub und Elektronik in reduzierter Form. Sounds, die klingen, als seien sie eigens für ein langes Road-Movie komponiert worden: "Der oft angesprochene Soundtrack-Vergleich passt eigentlich ganz gut", sagt Drummerin Fiona McKenzie, "weil unsere Musik einem fließenden Aufbau folgt und atmosphärisch angelegt ist. Wir vermitteln keine konkreten Inhalte, sondern eher Projektionsflächen für den Hörer."
Doch wer ist dieser Pascal? "Der Titel kann Verschiedenes bedeuten", erklärt McKenzie, "das Zurückkehren zu einer Person namens Pascal, was natürlich Fragen aufwirft: In welchem Verhältnis steht man zu Pascal? Warum ist man überhaupt weggegangen? Was ist hier vorgefallen? Andererseits ist Pascal auch die Einheit für Druck. So gesehen bedeutet der Titel Konzentration auf Druck."
Man ahnt es schon: Diese Band verlangt nach Aufmerksamkeit - und weiß, wie sie die bekommt. McKenzie: "Hypnotische Zustände und psychedelische Momente können live genauso packend sein wie die wildeste Zappelmusik."