MOPONews
News

TIMMENDORFER STRAND

Zoff um Hunkes Tee-Pavillon

Aufregung im feinen Ostseebad: Jürgen Hunke, schwerreicher Privatier mit Asia-Faible, will seiner Zweitheimat Timmendorfer Strand ein Teehaus spendieren, hübsch exponiert auf der Seebrücke – doch viele Timmendorfer wollen keinen Pavillon mit geschwungenem Dach geschenkt bekommen. Eine Anti-Teehaus-Initiative will das fremdartige Präsent am Sonntag per Bürgerentscheid verhindern.



„Das geschwungene Dach ist das einzig Asiatische an dem Haus. Das wird kein Micky-Maus-Haus“, versichert der Hamburger Kaufmann, Galerist, Verleger und ehemalige HSV-Präsident.



Mit einer Postwurfsendung an alle Timmendorfer Haushalte warb er für sein Vorhaben: „Ich will eine touristische Attraktion mit viel weißem Glas und weißen Wänden erstellen.“ Er wolle, schreibt Hunke, „besonders älteren Menschen die Gelegenheit geben, auch in regenreichen Zeiten den Kontakt zum Meer zu haben“.



Für die Gegner des Vorhabens jedoch ist und bleibt es ein asiatisches Teehaus, das in dem Ostseebad nichts zu suchen habe. „Ja, bei dem Bürgerentscheid geht es um eine Geschmacksfrage“, räumte Mike Weber, einer der Initiatoren des Entscheids ein. „Wenn Herr Hunke heute ein asiatisches Haus bauen darf, dann darf morgen ein anderer ein Schwarzwaldhaus auf eine Seebrücke bauen, und wer weiß, was dann kommt.“



Wahl-Timmendorfer Hunke zeigt sich „ein wenig überrascht“ über den Widerstand seiner Mitbürger: „Ich dachte, das wäre ein Selbstgänger.“

Die Kritiker befürchten neben dem exotischen Anblick auch hohe Kosten. Tatsächlich will Hunke nur das zehn mal fünfzehn Meter große Teehaus samt den Anschlüssen bezahlen. Die Baukosten für die Brücke, die die marode Brücke hinter dem Hotel „Seeschlösschen“ ersetzen soll, übernimmt die Gemeinde, rund 2,3 Millionen Euro. Die Plattform für das Teehaus erhöht den Preis um etwa 500000 Euro.



Am Sonntag sind 7756 Timmendorfer zur Abstimmung aufgerufen. Um das Teehaus zu verhindern, müssten mindestens 1552 von ihnen dagegen stimmen.

Weitere Meldungen News
Ein Deutscher soll sein Gebiss vor vielen Jahren verloren haben.

Er trieb es einfach zu doll: Beim Sex mit einer Prostituierten ist ein Rentner (74) aus Taiwan qualvoll gestorben. Beim Akt verschluckte er sein Gebiss und erstickte.  mehr...

Rick Santorum siegte bei drei Vorwahlen im Kandidatenrennen der Republikaner.

Es ist ein dreifacher Erfolg für den Außenseiter: Der Republikaner siegte im Kandidatenrennen der Partei in den Bundesstaaten Colorado, Minnesota und Missouri. Er setzt Favorit Mitt Romney damit unter Druck.   mehr...

Francesco Schettino (52), Kapitän der „Concordia“

Der Kapitän der „Costa Concordia“ hat eine Rekordstrafe zu befürchten: 2697 Jahre Gefängnis! Die Zahl setzt sich zusammen aus den möglichen Strafen für die einzelnen Vergehen.  mehr...

Datum:  1.9.2010
Empfehlen: E-Mail
Kontakt: Redaktion
Artikel: Drucken

Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?