Sie notierten Größe und Zustand der Gehege, guckten nach Versteckmöglichkeiten für die Tiere, prüften den Besucherservice. Die Tester nahmen Zoos in der ganzen Republik unter die Lupe, nach knapp drei Monaten stand ihr Ergebnis fest. Bester großer Tierpark ist der Zoologische Garten in Berlin. Und auch bei Hagenbeck gibt es Grund zur Freude: Die Anlage in Stellingen landete auf Platz vier. Es gab aber auch Kritik.
Die Tester haben im Auftrag des Magazins "Stern" eine Liste der besten Zoos erstellt. Kriterien unter anderem: Ist die Haltung artgerecht? Sehen die Tiere gesund aus? Welchen Eindruck machen die Gehege? Die Prüfer, ein Team von drei renommierten Zoo-Experten, beurteilten 27 große und 21 kleine Tierparks. Schon vor acht Jahren hatte der "Stern" diesen Test gemacht.
Damals wie heute fiel das Urteil über den Hamburger Zoo positiv aus. Hagenbeck belegte jetzt mit Note 1,85 den vierten Platz und bekam das Prädikat "sehenswert." In der Urteilsbegründung heißt es unter anderem: "Ein Zoo ohne Subventionen, der seit Jahren sein hohes Niveau hält - wohl auch dank des teuren Eintritts. Aber dafür wird viel geboten."
Der Zoo-Experte Herman Reichenbach war einer der Tester. "Hagenbeck ist ein traditionsreicher Tierpark, der landschaftlich schön gestaltet und wegweisend im Bezug auf dekorative Anlagen ist", sagt er. Lob gab es für das Tropen-Aquarium, in der sich die Tiere in tropischer Landschaft tummeln. Gut schnitt auch die Haltung der Elefanten und Orang-Utans ab.
In Stellingen freut man sich über das Lob. "Wir sind stolz, weil wir alles aus eigener finanzieller Kraft geschaffen haben. Anders als andere Zoos bekommen wir für unsere laufenden Kosten keine staatlichen Zuschüsse", so Tierpark-Chef Joachim Weinlig-Hagenbeck.
Es gibt aber auch Schattenseiten. Die Tester bemängelten unter anderem, dass die Anlage für Eisbären zu klein sei. Auch Giraffen und Löwen hätten wenig Platz. Der Zoo stimmt der Kritik an der Eismeer-Landschaft zu: "So geht es nicht mehr. Die Landschaft wird ab Herbst geschlossen und erneuert." Doch dafür bräuchte man noch Spenden. Die Kritik an der Anlage für Giraffen und Löwen könne er nicht nachvollziehen. Mehr über den Test im neuen "Stern" und unter www.stern.de/zootest.
Giraffen: In ihrem Haus ist es zu eng
Das Außengehege der Giraffen fand den Gefallen der Zoo-Tester. Aber: "Das Innenhaus ist für die Tiere zu klein", sagt Prüfer Herman Reichenbach. Er bemängelt, dass die Giraffen dort wenig Platz haben, um sich zu bewegen. In der Giraffenhaltung belegte Hagenbeck deshalb nur Platz 19 von 27.
Tolles Zuhause für die roten Menschenaffen
Schwer begeistert waren die "Stern"-Tester von dem Orang-Utan-Haus. Die Affen turnen in einer Urwaldlandschaft unter einer auffahrbahren Glaskuppel umher. Dazu gibt es Urwaldlaute, Wasserrauschen, im Graben davor tummeln sich Zwergotter. Das Affenhaus gibt es seit 2004. "Hier kann man die Tiere aus vielen Perspektiven beobachten", so Tester Reichenbach. Zum Beispiel vom Aussichtsturm aus oder beim Kaffeetrinken in der Cafeteria.
Tropen-Aquarium ist große Klasse
Eine tropische Dschungellandschaft auf drei Ebenen mit Wasserfällen, verlassenen Dörfern, in deren Hütten sich Schlangen und Giftspinnen tummeln, dazu ein XXL-Aquarium mit Haien. Das neue Tropen-Aquarium hat den Testern besonders gut gefallen. Sie lobten die innovative Gestaltung. Das im Mai 2007 eröffnete Gebäude ist bei den Zoo-Besuchern sehr beliebt.
Wenig Platz für die Eisbären
Noch leben die Eisbären bei Hagenbeck auf grauen Felsen. "Das Gelände ist viel zu klein", sagt Tester Herman Reichenbach. Für die benachbarten Pinguine und Robben sind die Becken zu flach. Hagenbeck plant für 20 Millionen Euro eine neue Eismeerlandschaft.
Elefanten: Gute Unterbringung
Für das Zuchtprogramm bei den Elefanten gab es Lob bei den Testern, für die natürlich gestaltete Außenanlage und für das Ende 2006 eröffnete Elefantenhaus. Die Prüfer begrüßten, dass die Tiere in der Halle nicht auf Beton, sondern auf Sand stehen.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?