Wolfgang Poggendorf (72) muss vor Gericht: Am 3. November beginnt vor der Großen Strafkammer 28 des Landgerichts der Prozess gegen den früheren Chef des Hamburger Tierschutzvereins (HTV). Seine jahrelangen dubiosen Geschäfte flogen im vergangenen Sommer auf, als Poggendorf sich eine Wohnung auf Sylt für einen Bruchteil des wahren Wertes unter den Nagel gerissen haben soll. Ein Tierfreund hatte die Immobilie dem Verein vererbt. Angeklagt sind acht Fälle von Untreue und ein Fall von Unterschlagung:
Die Wohnung auf Sylt soll er 2007 für 130000 Euro deutlich unter Marktwert gekauft haben. Dabei verschwieg er den anderen Vorstandsmitgliedern gegenüber, dass es zwei weitere Kaufinteressenten gab. Der Verein konnte die Wohnung später für 250000 Euro verkaufen.
Spenden an den HTV in Form von Inhaberschuldverschreibungen in Höhe von 100000 Euro sollten im Jahr 2002 über Poggendorf an den Tierschutzverein gehen. Er löste sie zu seinen eigenen Gunsten ein, Zinsen daraus landeten auf Konten von Poggendorf und seiner Frau. Schaden für den Tierschutz: 106227 Euro.
Unterschlagung von Wertpapieren, die Poggendorf in einem Schließfach gefunden hatte. Wert: 815581 Euro. Statt sie den rechtmäßigen Erben (u.a. HTV) zukommen zu lassen, steckte er das Geld in die eigene Tasche.
Erben ausgebootet haben soll Poggendorf auch in einem Fall von 2003. Es geht um 29000 Euro Bargeld, die er auf das Konto des Tierschutzvereins eingezahlt haben soll. Dabei standen je 9666 Euro zwei weiteren Erben zu.
Eine Fotoausrüstung kaufte Poggendorf 2006 für seine Tätigkeit als Mitarbeiter der Vereinszeitschrift "ich & du". Und zwar mit Geldern vom Tierschutzverein. Dabei hätte er die Ausrüstung im Wert von 6197 Euro selbst bezahlen müssen.
Bei Montblanc kaufte Poggendorf 2006 aus der HTV-Kasse Schreibgeräte im Wert von 10381 Euro. 1575 Euro soll er dabei in die eigene Tasche gesteckt haben.
Zwei weitere Anklagepunkte wurden eingestellt: Der Verkaufs des Gnadenhofs in Ellerhoop. Und die verdeckte Weiterzahlung des Geschäftsführergehalts nach Übernahme des Vereinsvorsitzes.
Das Verfahren gegen Poggendorf Stellvertreterin Kirsten Weckel wurde eingestellt. Der frühere Schatzmeister Manfred Elsen muss eine Geldbuße von 7200 Euro an den HTV zahlen.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?