Die Überraschung war gelungen. Den Namen Thiago Neves hatte in der Startelf gegen Ajax Amsterdam keiner erwartet. Es kam bekanntlich anders. Coach Martin Jol schenkte dem Brasilianer sein Vertrauen und setzte stattdessen Top-Torjäger Mladen Petric auf die Bank. Jol: „Wir finden, dass Thiago immer besser wird. Ich glaube, dass er noch sehr wichtig für uns werden kann.“
Seit dem 1. November (0:3 bei Hannover 96) hatte Neves zuvor keine Minute für den HSV auf dem Platz gestanden, sein letztes Spiel von Beginn an machte er vor über zwei Monaten beim 1:0-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach (27. September). Gestern folgt nun das siebte HSV-Pflichtspiel für den 23-Jährigen. Zusammen mit Trochowski, sollte er im Mittelfeld die Fäden ziehen.
Groß in Erinnerung bleiben wird der Auftritt bei ihm wohl nicht. Der Brasilianer (spielte mit kurzen Ärmeln und Handschuhen) agierte zwar bemüht, viele brauchbare Aktionen waren jedoch nicht dabei. Es fehlt weiter die Bindung zur Mannschaft. Gerade in Halbzeit eins suchte er oft seine richtige Position auf dem Platz. Vergebens. Ein paar Standards in der Offensive und ein, zwei Grätschen im Defensiv-Bereich blieben am Ende seine auffälligsten Aktionen, sodass unterm Strich ein Spiel stand, auf das er nur weiter aufbauen kann. Vielleicht schon am kommenden Sonntag beim VfL Bochum.