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THE EXPENDABLES

Alte Haudegen kämpfen gegen bösen Ex-Agenten

Sylvester Stallone! Jason Statham! Jet Li! Dolph Lundgren! Mickey Rourke! Bruce Willis! Arnold Schwarzenegger!!! Allein schon wegen dieser Besetzungsliste werden Fans des Action-Kinos der vergangenen drei Jahrzehnte leuchtende Augen kriegen. Ihnen sei allerdings gesagt, dass sich hier nur die vier Erstgenannten auch entsprechend einbringen. Willis und der ehemalige "Terminator" und jetzige Gouverneur von Kalifornien sind gar nur in einer einzigen, gleichwohl denkwürdigen Szene zu sehen - zusammen mit Stallone, der nicht nur die Hauptrolle spielt, sondern auch Regie führte und am Drehbuch mitschrieb. Kleiner Trost: Mit Ex-Ultimate-Fighting-Champion Randy Couture, Ex-Football-Profi Terry Crews und Ex-Wrestling-Star Steve Austin sorgen drei muskelbepackte Testosteron-Pakete für schlagkräftigen Ausgleich.



So imposant die Besetzung, so simpel die Story: Die titelgebenden "Expendables" sind eine Gruppe von Söldnern, die bei ihren Einsätzen in der Regel keine Gefangenen machen. Ihr Anführer ist Barney Ross (Stallone), zu seinem Team gehören noch der Messerheld Lee (Statham), Martial-Arts-Kämpfer Yin (Li), Schusswaffenfetischist Hale (Crews), Sprengstoffspezialist Toll (Couture) und der durchgeknallte Scharfschütze Gunnar (Lundgren). Ihr inoffizielles Hauptquartier ist der Tattoo-Shop von Tools (Rourke), der hauptsächlich mit der Vermittlung von Geheimoperationen seine Kohle verdient. Ein Auftrag des mysteriösen Mr. Church (Willis) führt Barney + Co. in den Kampf gegen die Truppen eines Generals, der auf einer südamerikanischen Insel mit Hilfe eines ehemaligen CIA-Agenten ein brutales diktatorisches Militärregime etabliert hat ...



Dass dabei mimische Glanzleistungen nicht zu erwarten sind, liegt auf der Hand. Was zählt, ist Geschick im Nahkampf sowie Versiertheit im Umgang mit Wurfgeschossen und möglichst großen Wummen. Und da zeigen sich die Hauptakteure - auch die mittlerweile etwas in die Jahre gekommenen - voll auf der Höhe. Jedenfalls soweit man das feststellen kann bei den recht unübersichtlichen, sich meist im Halbdunkel abspielenden und schnell geschnittenen Kampfszenen, die oft brutal und nur selten ironisch gebrochen sind. Spaß macht der Film vor allem wegen ein paar eindrucksvoller Stunts und etlicher launiger Einzeiler, die Barney und seine starken Männer in ruhigeren Momenten von sich geben.



Überhaupt ist der Film eine fast reine Männersache. Das sogenannte schwache Geschlecht ist hier schwer unterrepräsentiert. Es gibt lediglich zwei Sprechrollen für Frauen. Beide sind eher passiv angelegt und appellieren an den männlichen Beschützerinstinkt. Was würde wohl Angelina Jolie dazu sagen, die als Titelheldin im vergangene Woche bei uns angelaufenen Agenten-Thriller "Salt" alle Hände voll zu tun hat?



Fazit: Pures Testosteronkino für eingefleischte Action-Aficionados.



USA, 110 Minuten, keine Jugendfreigabe, Cinemaxx (alle),



Hansa-Filmstudio, Streits, UCI (alle)

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Datum:  26.8.2010
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