Sie sind wieder da. Seit gestern Abend ist der HSV zurück in Hamburg, gewiss mit schweren Beinen - und einem Erfolgserlebnis. Das 3:1 (1:0) in Kematen (bei Innsbruck) gegen Drittligist Unterhaching bildete den runden Abschluss des Trainingslagers. 600 Fans sahen einen starken HSV.
Bis an die Grenzen wollte Bruno Labbadia im Rahmen des Österreich-Camps gehen. Gestern mussten sich seine Profis sogar darüber hinauskämpfen. Der Test gegen Haching verkam 60 Minuten zur Hitzeschlacht. 30 Grad zeigte das Thermometer an - von Sommerfußball beim HSV dennoch keine Spur. Labbadias bevorzugtes 4-1-3-2-System griff.
Nach dem Warnschuss von Hachings Anton Fink (3.) gab der taktisch disziplinierte und stetig pressende HSV Gas. Pitroipa zielte nach feiner Einzelleistung noch daneben (18.). Choupo-Moting machte es nach Petric' toller Vorarbeit besser, schlenzte zum 1:0 ein (21.). Wohlwollend bejubelt von seinem Berater und Vater Just, der auf der Tribüne für einen echten Hingucker sorgte - er verfolgte das Spiel im neuen Ajax-Trikot von Thimothee Atouba. Kameruner halten eben zusammen.
Es ging weiter in Richtung Hachinger Tor. Petric' Fallrückzieher (35.) und Trochowskis Hammer (39.) setzten fort, was später vollendet wurde. Zunächst scheiterte Troche noch am Pfosten (51.), ehe er aus spitzem Winkel einschoss (53.). Groß' Abstauber zum 3:0 (68.) bildete aus Hamburger Sicht den Abschluss. Balkan verkürzte für Haching (74.).
Labbadia störte sich ein wenig am Gegentreffer, "zudem hätten wir fünf, sechs Tore machen müssen. Alles in allem bin ich aber zufrieden. Heute war es wichtig, den Schweinehund zu überwinden."
So spielte der HSV: Rost (46. Hesl) - Benjamin (46. Rincón), Demel, Mathijsen (62. Behrens), Jansen - Jarolim (46. Tavares) - Pitroipa (62. Arslan), Trochowski (62. Groß), Elia (46. Tesche) - Choupo-Moting (46. Castelen), Petric (46. Guerrero)