Was für ein Wochenende! Hamburgs Bühnen sind ausgezeichnet - und das gleich mehrfach. Deutschlands Theaterszene hat am Sonnabend zum dritten Mal ihre besten Künstler mit dem "Faust" geehrt. Der Preis für den besten Schauspieler ging zwar nach Berlin - an Ulrich Matthes für die Rolle des Wanja in "Onkel Wanja" am Deutschen Theater -, Hamburg aber wurde in zwei weiteren Kategorien mit dem "Deutschen Theaterpreis" bedacht.
Beim Festakt am Sonnabend im Stuttgarter Opernhaus wurde der Thalia-Oberspielleiter Andreas Kriegenburg für seine Inszenierung von "Das letzte Feuer" als bester deutscher Regisseur ausgezeichnet. Seit 2001 ist der 45 Jahre alte gebürtige Magdeburger am Alstertor beschäftigt ("Das letzte Feuer" ist wieder am 14. und 15. Dezember sowie am 8. Januar zu sehen, je 20 Uhr).
Auch der Preis für die "Beste Regie Kinder- und Jugendtheater" ging in die Hansestadt - an den Regisseur Kristo Sagor für seine Inszenierung "Törleß" am Schauspielhaus. Die Stücke des 32-jährigen gebürtigen Lübeckers gehören zu den meistgespielten an deutschen Theatern ("Törleß" wird wieder am 14. Januar, 20 Uhr, und am 15. Januar, 11 Uhr, aufgeführt).
Doch damit nicht genug der Auszeichnungen! Gestern wurde der mit mit 10000 Euro dotierte "Boy-Gobert-Preis" der Körber-Stiftung verliehen. Preisträgerin ist die 29-jährige Lisa Hagmeister, Ensemble-Mitglied des Thalia Theaters. Die Jury würdigte damit ihre herausragenden schauspielerischen Leistungen in der vergangenen Spielzeit - wie etwa in "Onkel Wanja" und "Das letzte Feuer", beides Stücke, die von Andreas Kriegenburg inszeniert wurden.