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STUDIENGEBÜHREN

Uni wirft 1100 Studenten raus

Wer die Studiengebühren nicht zahlt, fliegt raus. Nachdem die Hochschule für bildende Künste rund 250 junge Leute wegen Nichtbezahlen der Studiengebühren exmatrikuliert hat (MOPO berichtete), kehrt nun die nächste Hochschule aus. Jetzt hat die Universität Hamburg 1100 Studenten rausgeworfen. Auch sie haben nach Aufforderung nicht bezahlt.



"Wir haben die Exmatrikulationsbescheide an fünf Prozent unserer Studenten geschickt", bestätigt Universitätssprecherin Birgit Kruse. Die 500 Euro hätten bis Mitte Juni bezahlt werden müssen. Ende Juli flatterte 1940 Studenten die allerletzte Ermahnung samt zweiwöchigem Aufschub ins Haus. 534 Studenten zahlen dann doch noch, bei weiteren 245 laufen noch die Befreiungsanträge. Für 1100 Studenten ist die akademische Ausbildung nun vorzeitig beendet.



An der Universität Hamburg sieht man keinen Grund zur Aufregung. Die Zahl der Exmatrikulationen entspräche der Höhe der normalen Abbrecherquote, so die Sprecherin. Meist hätten diejenigen nicht bezahlt, die sich erst im ersten oder zweiten Semester befänden oder schon sehr lange studieren. Wer exmatrikuliert wurde, kann sich zum kommenden Sommersemester erneut bewerben.



Die Studentenvertretung AStA verurteilt den Massen-Rausschmiss. "Eigentlich war vereinbart, dass vor der Exmatrikulation zunächst alle Befreiungsanträge bearbeitet werden", so AStA-Chef Thorsten Hönisch. Betroffene Studenten sollten Widerspruch einlegen, so der Rat.



Auch an anderen Hochschulen sind Studenten bereits rausgeflogen: An der Hochschule für Angewandte Wissenschaften wurden 166 Studenten wegen Nichtbezahlens der Campus-Maut exmatrikuliert, an der TU Harburg sind es 79.

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Datum:  17.8.2007
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