Eigentlich sollte die Professorin Monika Auweter-Kurtz Nachfolgerin von Uni-Chef Jürgen Lüthje werden, der im Herbst in Ruhestand geht (MOPO berichtete). Doch der Widerstand gegen die Professorin der Uni Stuttgart wächst. Bela Rogalla, Studentenvertreter im Akademischen Senat, wirft der Kandidatin vor, sie betreibe nicht nur Grundlagenforschung für die Raumfahrtindustrie, sondern mache Geschäfte mit Rüstungskonzernen.
Hintergrund: Auweter-Kurtz arbeitet nebenberuflich (als Leiterin des Stuttgarter Steinbeis-Transferzentrums Plasma- und Raumfahrttechnologie) auch für den Rüstungskonzern Bayern-Chemie Protac, der unter anderem Raketenmotoren für das Kampfflugzeug Eurofighter herstellt. Rogalla protestiert: "Die Uni Hamburg hat eine Präsidentin verdient, die sich für eine friedliche und menschenwürdige Welt einsetzt - nicht eine Raketenforscherin, die sich an Nebeneinkünften aus Rüstungsgeschäften bereichert."
Die Gescholtene wies die Kritik in der "Frankfurter Rundschau" zurück: Wissenschaft und Militärforschung könne man nun mal nicht voneinander trennen. Man brauche die Bundeswehr, und daher sei es auch richtig, den Soldaten die geeigneten Waffen zur Verfügung zu stellen. Von den Professoren des Akademischen Senats gibt es bisher keine Stellungnahmen.
Seit zwei Wochen ist geplant, dass Auweter-Kurtz sich heute ab 12 Uhr dem Akademischen Senat vorstellen. Wegen der angekündigten Studentenproteste wurde der Termin gestern kurzfristig gekippt.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?