In der Schanze brodelt es, alteingesessene Läden werden von Schicki-Micki-Shops verdrängt (MOPO berichtete). Nun gab es nachts rund um das Schulterblatt eine Protest-Plakataktion. Gleichzeitig wurde im Karoviertel ein Geschäft mit Farbe und Steinen attackiert.
Über Nacht prangten an fast 20 Ladenscheiben Protestplakate mit folgendem Text: "Mit Druck und Mieterhöhungen werden die Bewohner vertrieben, um finanzkräftigeren Nutzern Platz zu machen. Die Wut ist groß. Alles, was für Anwohner nützlich war, verschwindet." Die Verfasser des Pamphlets bemängeln, dass immer mehr "langweilige" Gastronomie, Klamottenläden oder Brillendesigner ins Viertel drängen. Der Text endet mit: "Da wundert es nicht, wenn die ein oder andere Scheibe klirrt." Unterschrieben ist der Text mit "Genervte SchanzenviertelbewohnerInnen".
Die blankliegenden Nerven bekam auch der Klamottenladen "Haeftling" (Marktstraße 136) zu spüren. Unbekannte schlugen Fenster ein und beschmierten die Fenster mit roter Farbe. Die Angreifer werfen dem Laden vor, die missliche Lage von Gefangenen für kommerzielle Zwecke auszunutzen. Inhaber Octavio Schröder: "Nur ein kleiner Teil unserer Ware wird in Gefängnissen hergestellt. Außerdem spenden wir drei Prozent unseres Gesamtumsatzes an Amnesty International."
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?