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STERNIPARK

Wo sind die Findelbabys?

Neuer Streit zwischen Sozialsenator Dietrich Wersich (CDU) und dem Verein Sternipark: Diesmal geht es um vier Babys, die im Jahr 2008 in die Babyklappen des Vereins gelegt wurden. Seit Monaten versucht die Sozialbehörde herauszubekommen, was aus den Säuglingen geworden ist. Doch Sternipark-Geschäftsführerin Leila Moysich verweist auf ihre Schweigepflicht. Jetzt lässt Sozialsenator Dietrich Wersich (CDU) prüfen, ob der Verein sich strafbar macht.



"Wir wissen nicht, ob die vier Kinder aus Hamburg kommen oder nur hier abgegeben wurden", so der Senator, "wir wissen nicht einmal, ob es die Kinder überhaupt gibt." Auch in den Jahren zuvor sei es für die Behörde "schwierig" gewesen, den Weg der Findel-Babys nachzuvollziehen, erklärt Behördensprecherin Jasmin Eisenhut: "Sternipark zeigte sich nicht sehr kooperativ." Nur über andere Quellen, etwa Jugendämter, sei es gelungen, aufzuklären, wo die Kinder nach ihrem Aufenthalt bei Sternipark geblieben sind: "Aber über die Kinder aus dem Jahr 2008 wissen wir gar nichts."



Wo also sind die Babys? Leila Moysich, die das Projekt Findelbaby 1999 initiierte: "Die sind alle wohlbehalten bei ihren Familien." Sie weist die Vorwürfe zurück: "Alle vier Mütter, die 2008 ihre Babys abgaben, haben sich binnen acht Wochen gemeldet. Drei haben ihre Kinder zurückgenommen, eine Mutter hat sich an eine Adoptionsstelle gewendet. Alle Kinder sind standesamtlich gemeldet und haben Geburtsurkunden. Der Staat hat kein Recht, diese Frauen zu kontrollieren."



Die Behörde bemängelt, dass die Angaben des Vereins nicht zu überprüfen sind. Nicht der einzige Streit zwischen dem Senator und Sternipark: Im Mai beklagte Wersich sich öffentlich, dass Sternipark seine Ansprüche auf ein Grundstück im Othmarschenpark nicht zurücknimmt und so den Bau einer städtischen Kita verhindert.DU)

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Datum:  20.6.2009
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