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STEINZEITEPOS

10.000 BC

Ein Mammutprojekt im wahrsten Sinne des Wortes ist das, was Roland Emmerich jetzt mit "10000 B.C." auf die Leinwände bringt. Die Idee zu diesem Steinzeitepos spukte ihm schon lange im Kopf herum - die Umsetzung jedoch war bislang an einem haarigen Problem gescheitert: Am Computer entstandene Haare, und erst recht so viele, wie es für ein Mammutfell braucht, sahen immer künstlich aus. Doch die Technik hat sich weiterentwickelt, und so stampfen jetzt unzählige dieser Elefanten-Vorfahren durch seinen Film.



Das ist durchaus beeindruckend inszeniert - leider ist es auch das einzig Positive, was es über diesen Streifen zu sagen gibt. Dass der Säbelzahntiger doch eher der Frühzeit der Special Effects entsprungen zu sein scheint, die bissigen Riesenstrauße wohl direkt aus dem digitalen Fundus von "Jurassic Park" übernommen wurden - geschenkt. Dass sich aber Emmerich (der den Ruf hat, sehr sparsam mit den Studio-Dollars umzugehen) und sein Freund Harald Kloser auch noch am Drehbuch versündigten, dafür gibt es keine Entschuldigung.



Die Geschichte ist eigentlich so simpel wie kinotauglich: Der junge Jäger D'leh ("Held" rückwärts geschrieben) verliebt sich in die hübsche Evolet. Die wird von Kriegern entführt. D'leh und seine Gefährten nehmen die Verfolgung auf, wobei sie Verbündete eines anderen Stammes finden. Am Ende gelangen sie nach Ägypten, wo einige Schurken brave Männer für den Bau von Pyramiden versklavt haben. Natürlich bringen D'leh und seine Mannen alles in Ordnung, befreien Menschen und Mammuts, töten die Sklavenhalter und erwecken auch noch eine Tote wieder zum Leben.



Historische Ungenauigkeiten würden wir Emmerich ja noch verzeihen, etwas anderes als Popcorn-Kino erwartet man von ihm schließlich gar nicht. Eine derart dümmliche Handlung dürfte indes selbst Achtjährige unterfordern. Die beiden Hauptdarsteller, Steven Strait und Camilla Belle, waren vorher Models - was man in jeder Szene schmerzlich merkt. Emmerich hat wiederholt betont: "Die ausgefeilteste Tricktechnik nützt nichts, wenn die Geschichte nicht gut ist." - Warum hat er das bloß nicht beherzigt?



Fazit: Nur wegen der Mammuts lohnt sich der Kauf einer Kinokarte nun wirklich nicht.

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Datum:  6.3.2008
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