Es ist ein weiterer Schritt für die Steilshooper Schönheitskur. Im Mai kündigte Stadtentwicklungssenator Axel Gedaschko (CDU) bereits an, Lebensqualität und Wohnumfeld des Stadtteils verbessern zu wollen. Unter anderem sollten Grundeigentümer zu Investitionen gezwungen werden. Nun wurde das Quartier als Standort für ein deutschlandweit einmaliges Projekt bestimmt: ein so genanntes Housing Improvement District (HID).
Anders als bei einem Business Improvement District (BID), bei dem Geschäftsleute ihre Straße kaufen und aufhübschen, werden beim HID Grundeigentümer angesprochen. Sie sollen sich zu privaten Initiativen zusammenschließen, um gemeinsam ihr Quartier zu verschönern. Ein Gesetz für ein HID soll Anfang 2008 in Kraft treten. Es bildet eine Grundlage, auf der eine finanzielle Abgabe von allen Eigentümern eingezogen werden kann. Dafür dürfen die Grundeigentümer festlegen, wie sie ihr Quartier aufwerten wollen.
In Steilshoop haben sich die beiden Wohnungsbaugesellschaften SAGA/GWG und GAGFAH zusammen mit weiteren Eigentümern auf eine Zusammenarbeit geeinigt. Ab Herbst 2008 kann die Schönheitskur beginnen. Unter anderem geht es um die Entwicklung eines Stadtteilzentrums und die langfristige Verbesserung des Rufes.
Da Steilshoop in das Projekt lebenswerte Stadt eingebunden ist, beteiligt sich die Stadt mit rund 60 Prozent an geplanten Maßnahmen. Im Regelfall stellt Hamburg lediglich einen rechtlichen Rahmen für das HID. Laut Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt müssen sich Mieter keine Sorgen machen, dass sich die Investition der Eigentümer auf ihre Miete niederschlägt. Das soll gesetzlich verhindert werden.
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