Es ist noch nicht an der Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen. Erst neue Spieler, dann der neue Sportchef - so lautet die Devise des HSV. Dennoch: Der Kreis der möglichen Nachfolger von Dietmar Beiersdorfer gilt als begrenzt. Neben Nico Hoogma (40/Almelo) und Thomas von Heesen (47/Limassol) werden Stefan Kuntz (46/Foto) gute Chancen nachgesagt. HSV-Trainer Bruno Labbadia könnte mit seinem Spezi wohl bestens leben.
Labbadia und Kuntz. Als Sturmduo führten sie Kaiserslautern 1990 zum Pokalsieg, ein Jahr später zur Meisterschaft. "Natürlich stehen wir in Kontakt", so Kuntz zur MOPO am Sonntag. "Aber es ist nicht so, dass wir jede Woche telefonieren." Könnte sich bald ändern. Kuntz, Vorstandsboss des FCK, mauert noch: "Ich stehe hier unter Vertrag, alles andere sind Spekulationen." Sollte der HSV anklopfen, stünde Kuntz vor einer Grundsatzentscheidung. Vor Jahresfrist warf er in Bochum das Handtuch, weil ihm Chef Altegoer zu oft reinquatschte. Beim HSV würde mit Bernd Hoffmann Ähnliches blühen. Andererseits: Könnte der ambitionierte Kuntz bei einem HSV-Angebot widerstehen?