Wenn es mal nicht passt, dann auch richtig. Zunächst musste Mladen Petric das Training am Donnerstag wegen eines Pferdekusses absagen. Es folgte ein völlig verpatzter Krisengipfel mit Sportchef Bastian Reinhardt. Und dann fuhr Teamkollege Jonathan Pitroipa beim Ausparken auch noch eine Schramme in den Bentley des HSV-"Magiers". Da hat einer die Pest an den Hacken ...
Gespannt hatte Petric dem Gespräch mit Reinhardt entgegengeblickt. Der Sportchef wollte ihm erklären, wie das Wechsel-Theater mit Stuttgart in der Vorwoche zustande kam – und warum der Deal platzte. Eine halbe Stunde lang tagten die beiden im Trainingstrakt. Reinhardt bilanzierte: "Wir haben uns über die Vorgänge ausgetauscht, nun muss es abgehakt sein. Ich bin mir sicher, dass Mladen sich weiter voll reinhängen wird."
Petric aber hätte sich wohl etwas mehr Fingerspitzengefühl erhofft – denn seine Erklärung klingt anders: "Selbstverständlich werde ich mich weiter professionell verhalten und Leistung zeigen. Aber ich bleibe dabei, dass es nicht korrekt ist, was hier abläuft."
Rätsel gibt auch Petric' Verletzung (Bluterguss im Oberschenkel) auf. Armin Veh hat einen Einsatz des Angreifers gegen Nürnberg schon abgehakt. "Der Arzt meint, das Risiko könnte zu groß sein", so der Trainer. Petric dagegen will am Freitag wieder voll einsteigen, sagt: "Ich sehe da kein Problem hinsichtlich des Spiels."
Petric und der HSV – wie lange geht das noch gut? Im Winter will Stuttgart erneut angreifen und den "Magier" holen. Alles spricht für einen Abschied in mehreren Akten. Ob es am Sonnabend zum ersten kommt, ist fraglich.