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STADION-VERBOT FÜR RASSISTEN

LESER-REAKTIONEN

Macht bitte nicht den Fehler und bezieht das auf alle HSV-Fans, "nur" weil fünf fehlgeleitete Vollidioten von insgesamt 57000 Fans so einen Müll von sich geben. Danke.



Mika Bauer



Die rassistischen Beleidigungen sind natürlich nicht in Ordnung. Doch hätte das naive Paar beim Bestellen der Karten besser aufgepasst, hätte es festgestellt, dass man in keinem Heim-Fanblock der Liga mit einem Bayern-Schal um den Hals gern gesehener Gast ist. Der HSV weist schon bei der Kartenbuchung darauf hin.



Sven Beier



Ich gehe nun ununterbrochen seit 16 Jahren mit Dauerkarte zum HSV. Das Einzige, was sich hinsichtlich des Rassismus beim HSV geändert hat, ist, dass es keine rassistischen und antisemitischen Sprechchöre mehr aus der gesamten Kurve zu hören gibt. Eventuell auch dass die Rassisten nicht mehr sofort optisch zu erkennen sind, sondern von ihrer Kleidung her aus der Mitte unserer Gesellschaft kommen. Es vergeht kein einziger Spieltag, an dem nicht Sprüche fallen, die absolut unter der Gürtellinie sind. Insbesondere die Spieler des eigenen Vereins werden oft Ziel von wüsten Beleidigungen. Ich sage regelmäßig was gegen solche Ausbrüche, erhalte selten Unterstützung und werde gern selbst Ziel der Beschimpfungen. Der HSV 2009 ist längst nicht das, was er meint zu sein. Jürgen Boll



Das, was das Paar auf der Nordtribüne erlebt hat, ist meiner Meinung nach nicht Neo-Nazis zuzuschreiben. Das sind leider ganz durchschnittliche Stadionbesucher, die sich austoben wollen. Familienväter, kleine Angestellte, die mit entsprechendem Alkoholpegel glauben, ihre Kumpels mit aggressivem Gepöbel beeindrucken zu müssen.



Max Kiehlhauser



Ich verstehe die Aussage von Herrn Milligan nicht, dass er in Hamburg nie wieder ins Stadion gehen will. Wenn er gern ein spannendes Fußballspiel sehen und nicht wegen seines Aussehens diskriminiert werden will, gibt es in Hamburg doch eine gute Alternative - den FC St. Pauli.



Gerrit Krüger



Ich bin seit 40 Jahren HSV-Fan und seit mehr als zehn Jahren HSV-Supporters-Mitglied. Ich bin entsetzt, wenn ich jetzt lesen muss, dass es immer noch Fans mit solch tumbem Gedankengut im Stadion gibt. Ich dachte eigentlich, diese Zeiten hätten wir längst hinter uns gelassen. Anstatt sich über den Sieg gegen die Bayern zu freuen, haben solche Fans nichts anderes im Sinn, als unseren HSV in aller Öffentlichkeit zu blamieren! Ich möchte mich im Namen sicherlich der allermeisten HSV-Fans bei Campino und Ivonne entschuldigen.



Thomas Paap, Norderstedt



Was für eine Frechheit! Was sind das für Menschen, die ein Pärchen so unglaublich heftig beschimpfen. Die beiden müssen wirklich Todesangst gehabt haben! Diesen "Möchtegern-Fans" muss man für immer Stadionverbot erteilen und dazu noch eine saftige Haftstrafe!



Dominik Warning



Also wundern tut mich das überhaupt nicht! Kommt lieber zu uns ans Millerntor, da seid ihr sicher, Campino und Ivonne. Und die bessere Mannschaft seht ihr auch, auch wenn es noch nicht der FC Bayern ist.



Norbert Willmuth, Rotenburg



Neo-Nazis beim HSV oder fehlende Zivilcourage bei den sogenannten Fußballfans? Das Paar war vielleicht auch zu naiv zu glauben, mit dunkler Hautfarbe und Bayern-Mütze ist hier gut Fußball schauen angesagt. Fakt ist, dass die braunen Tendenzen nach wie vor beim HSV präsent und die Grenzen zwischen Toleranz und Rassismus doch recht schwammig sind. Zum Glück ist das beim Lokalrivalen anders - dort kann man sich - egal welche Hautfarbe und Vereinszugehörigkeit - überall hinstellen.



Jörn Wulff



Herrn Milligan samt Freundin kann ich nur herzlich einladen, mal ein Fußballspiel am Millerntor zu besuchen. Spannender, guter Fußball und Weltoffenheit sowie Toleranz schließen einander nicht aus!



Malte Melloh

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Datum:  4.2.2009
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