- wenn die Kiezkicker auch noch die Klasse halten würden. Das hat Geschäftsführer Michael Meeske bei "NDR 90,3" in Aussicht gestellt.
Nach der Haupttribüne, die wohl pünktlich zur neuen Saison genutzt werden kann, stand für 2012 bislang nur der Bau der Gegengeraden auf dem Plan. Laut Meeske gibt es Überlegungen, gleichzeitig die Nordtribüne in Angriff zu nehmen. Die Mehreinnahmen in der Eliteklasse würden es möglich machen: Allein die Einkünfte aus den TV-Einnahmen sollen dem Vernehmen nach von fünf auf 13 Millionen Euro steigen. Außerdem wäre der Zeitpunkt ideal: Durch die EM 2012 in Polen und in der Ukraine wäre die Sommerpause in der Bundesliga länger als normalerweise.
Nicht nur die Arbeiten am Millerntor würden vorangetrieben - auch das Trainingszentrum an der Kollaustraße soll aufgepeppt werden. Im Gespräch sind ein Neubau des Kabinentraktes sowie die Installierung eines Kunstrasenplatzes und/oder einer Rasenheizung, damit es bei einem ähnlich extremen Winter wie in diesem Jahr keine Engpässe im Trainingsalltag gibt.
Corny Littmann hält die Überlegungen Meeskes für "sehr optimistisch". Der Präsident zur MOPO: "Das sind ungelegte Eier. Erst wenn der Bundesliga-Aufstieg tatsächlich geschafft ist, gucken wir, wie es weitergeht. Fakt ist, dass wir uns für 2012 den Gegengeraden-Neubau vorgenommen haben - unabhängig von der Liga." Littmann bestätigt dagegen, dass es konkrete Planungen für die Neugestaltung der Kollaustraße gibt: "Aber erst muss der Sportrahmenvertrag mit der Stadt Hamburg abgeschlossen werden." Da ginge es über die langfristige Überlassung des Geländes an den Verein. Wie auch immer: Beim Aufstieg in die Bundesliga würde St. Pauli nicht nur sportlich einen gewaltigen Sprung nach vorn machen.