Eigentlich war längst alles klar: Der Investor Köhler und von Bargen hat eine Baugenehmigung und will schon im Sommer mit der Instandsetzung der ersten Häuser im Bernhard-Nocht-Quartier beginnen. Insgesamt geht es bei dem Bauprojekt auf dem Kiez um 13 Häuser zwischen Bernhard-Nocht-Straße und Erichstraße (St. Pauli). Doch nun verhandelt der Investor mit den Projekt-Gegnern. Wenn man sich auf einen Preis einigen kann, könnte sie das Quartier übernehmen.
Andreas von Bargen: "Es geht um einen hohen einstelligen Millionenbetrag." Warum überhaupt über einen Verkauf verhandelt wird, nachdem die Planungen so weit vorangeschritten sind? Offenbar haben die Investoren Bedenken, dass die Proteste vor Ort nicht nachlassen, wenn erst einmal mit dem Bau chicker Eigentumswohnungen begonnen wird.
Die Initiative "No BNQ" - ein Zusammenschluss von betroffenen Anwohnern und Künstlern vom Kiez - ist gegen das Projekt. Sie befürchtet, dass St. Pauli nur noch chicker wird und mehr und mehr ärmere Anwohner verdrängt werden. Insbesondere richtet sich ihr Protest gegen den geplanten Bau von 67 Eigentumswohnungen im Quartier. "Damit wird die Aufwertungs-, Umwandlungs-, und Verdrängungsspirale nur noch weitergetrieben", heißt es in einer Pressemitteilung von "No BNQ".
No BNQ will das gesamte Häuser-Ensemble kaufen und zwar mit Hilfe des Mietshäuser-Syndikats. Unter seinem Dach wurden mittlerweile bundesweit 65 Projekte realisiert. Wo "No BNQ" das Geld für den Kauf hernehmen will, ist bislang noch unbekannt.
Auf Druck der Initiative und aus der Politik des Bezirks Mitte haben die Investoren Köhler und von Bargen bereits einige Zugeständnisse gemacht: So dürfen die ansässigen Kneipen bleiben. Die bisherigen Mieter in den Häusern bekommen für die nächsten zehn Jahre keine Mieterhöhung. Die Häuser werden instand gesetzt (Dach, Fenster, Heizung) und auch neu vermietete Wohnungen kosten im Schnitt nicht mehr als 6,50 Euro pro Quadratmeter. Das genügt "No BNQ" nicht.
Sandra Schäfer
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?