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ST. PAULI - OBERHAUSEN

5:3! St. Paulis Super-Krimi mit Happy End

St. Pauli jubelt

Foto: Witters

Das war St. Pauli in Reinkultur: Nach denkwürdigen 90 Minuten hatten die Braun-Weißen ein nie aufsteckendes RW Oberhausen mit 5:3 (2:2) niedergekämpft, eine Berg- und Talfahrt mit unzähligen Glücksmomenten und teils bösen Rückschlägen positiv beendet. "Es war hochemotional. Genau das haben wir gebraucht", frohlockte Bastian Oczipka. Der avisierte Neustart nach zuletzt vier Sieglos-Spielen "ist uns überaus gelungen", freute sich Florian Bruns.



Sturmböen und Dauerregen -­ die Voraussetzungen für das von Fabian Boll angekündigte Kampfspiel sind ideal. Markus Thorandt checkt gleich mal Terranova in die Bande, dann brandet schon Jubel auf. Flanke Florian Bruns, Kopfball Marius Ebbers, 1:0 (5.). Doch es folgt ein doppelter Dämpfer. Ralph Gunesch muss verletzt raus (10.), Stoppelkamp staubt nach Patzer von Mathias Hain zum 1:1 ab (18.). Macht nix, mit einem Freistoß-Hammer von Matthias Lehmann aus 25 Metern geht St. Pauli wieder in Front (24.) -­ für sechs Minuten.



Gordon enteilt Marcel Eger ("Da muss ich dran sein"), köpft zum 2:2 ein. Als sich Lehmann kurz vor der Pause noch schwer verletzt, sinkt die Stimmung gen Keller.



Doch die Truppe gibt im Einklang mit den 1.9800 Fans mit Wiederanpfiff alles ­- und wird belohnt. RWO-Keeper Semmler lässt zunächst einen Oczipka-Schuss zum 3:2 durchglitschen (54.) und wird dann bei einem Eckball von Eger regelwidrig, aber ungeahndet aus dem Weg geräumt, sodass Bruns zum 4:2 abstauben kann (74.). Aufatmen fällt aus, weil Hain ("Das war nicht so mein Tag, aber die Mannschaft hat mir darüber hinweggeholfen") beim Anschlusstreffer des Ex-Kiezianers Miletic zu zögerlich rauskommt (77.).



Erst Bolls 16-Meter-Brett (85.) lässt RWO endgültig resignieren. Manager Helmut Schulte sprach anschließend von einem "Spektakel für die Zuschauer. Ein Treffer war kurioser als der andere". Zum Beispiel der von Oczipka, sein erster für die Hamburger. "Ich hoffe, ich schaffe es bis zur Wahl zum Tor des Monats", scherzte er, um dann einzugestehen: "In der ersten Hälfte hat man unsere Verunsicherung schon noch gespürt."



Hatte auch Marcel Eger festgestellt. "Aber das ist nur menschlich. Wir haben das Ding mit großem Willen und viel Bereitschaft gewonnen." Deniz Naki formulierte es 'nen Tick emotionaler: "Wir haben gezeigt, dass wir St. Pauli sind." Keine Widerrede!

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Datum:  15.3.2010
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