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ST. KATHARINEN

Kampf um Hamburgs älteste Kirche

Hamburgs größte Sakral-Baustelle St. Katharinen

Fast 700 Jahre hatte die Katharinenkirche ohne größere Schäden überstanden. Dann kamen die Bomber. 1943 wurde die Hauptkirche an der Speicherstadt fast völlig zerstört und in den 50er Jahren wiederaufgebaut.



Doch das Gotteshaus ist völlig marode. Deshalb wird es jetzt für 20 Millionen Euro grundsaniert. Am Mittwoch besuchte Kultursenator Reinhard Stuth (CDU) Hamburgs größte Sakral-Baustelle.



Der umstrittene Politiker nutzte die Gelegenheit, die Arbeit der Denkmalschützer, die eng in die Restaurierung eingebunden sind, zu loben: „Der Denkmalschutz liegt mir besonders am Herzen und die kompetente Arbeit des Denkmalschutzamtes ist für die Kultur und Identität der Stadt besonders wichtig.“



Gleichzeitig erklärte er, es sei zu keinem Zeitpunkt geplant gewesen, die Zahl der Restauratoren und Denkmalpfleger zu reduzieren. Stuth: „Das waren Missverständnisse und Fehlinterpretationen.“ Stuth kletterte auf wackligen Gerüstleitern in 20 Meter Höhe. Bauforscher Holger Reimers (53) zeigte ihm stolz am Kirchenschiff Mauerwerk mit Mörtel aus dem 13.



Jahrhundert. Reimers war begeistert, wie gut in Schuss die älteste senkrecht stehende Mauer Hamburgs ist. Doch die uralte Mauer ist fast das einzige, was in der Kirche heil ist. Deshalb wird seit 2007 saniert. Aktuell soll der Innenraum in den Ursprungszustand versetzt werden. Dafür werden später eingefügte Verschläge und Wände abgerissen.

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Datum:  11.11.2010
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