Rund zwei Wochen nach dem Überfall auf einen Studenten aus den USA (MOPO berichtete) haben etwa 100 Menschen auf dem Hansaplatz (St. Georg) mit einer Mahnwache gegen Gewalt gegen Homosexuelle demonstriert. Es gehe darum, Gesicht zu zeigen, sagte Mark T. Jones, der zu der Mahnwache aufgerufen hatte.
Ende September sollen vier Unbekannte in St. Georg den 27 Jahre alten Mann als Homosexuellen beschimpft haben. Sie griffen den gehbehinderten Studenten an, stürzten ihn zu Boden und traten auf ihn ein. Dabei verletzten sie ihn schwer.
"Es ist in der Gesellschaft viel zu tun, damit der Schwulenhass aufhört", sagte Jones. Zu der Mahnwache waren unter anderem Vertreter von Homosexuellen-Organisationen erschienen.
Einer der mutmaßlichen Täter war in Wilhelmsburg verhaftet worden. Der 19-Jährige sagte, er habe die Tat allein begangen - und dabei unter Alkohol- und Drogeneinfluss gestanden.