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SPRITPREISE: Bundespräsident Köhler: "Benzin ist noch viel zu billig"

Bundespräsident Horst Köhler

Foto: dpa

Bis zu 1,46 Euro kostet der Liter Super. Für viele der wahre Horror.



Und jetzt schlägt ausgerechnet Bundespräsident Horst Köhler vor, dass Sprit noch teurer sein sollte. Das Staatsoberhaupt: Das könnte dabei helfen, die Wirtschaft in Deutschland umweltgerechter zu gestalten.



Köhler im "Focus": "Wir müssen jetzt den Paradigmenwechsel hin zu einer Wirtschaftsweise einleiten, die unser Planet verkraftet und die letztlich auch mehr Sinn stiftet." Und: "Auch auf die Gefahr hin, mich jetzt mit vielen anzulegen: Wir sollten zum Beispiel darüber nachdenken, ob der Preis von Benzin nicht tendenziell höher als tendenziell niedriger sein sollte."



Der 67-Jährige: "Das Preissignal ist immer noch das stärkste Signal, damit Menschen ihr Verhalten ändern." Für sozial Schwache hat er auch gleich eine Lösung parat: Für diejenigen, die sich die hohen Spritpreise nicht leisten können, "ließe sich das mit staatlichen Mitteln organisieren." Sprich: mit einem sozialen Ausgleich.



Die köhlersche Benzintheorie gehört mit zum Rundumschlag, zu dem das Staatsoberhaupt jetzt nach langem Schweigen ausgeholt hatte.



Köhler hatte die Arbeit der schwarz-gelben Regierung als "enttäuschend" bewertet. Dafür plädiert, Steuern nicht zu senken, sondern stattdessen eher über eine Erhöhung nachzudenken.



Und nun die Benzin-Frage, die für Unmut sorgen dürfte. Automobilclubs kritisieren seit Wochen die Abzocke an den Zapfsäulen. Dass die hohen Preise nicht durch den Ölpreis an der Börse gerechtfertigt seien, sondern allein auf Spekulationen der Ölindustrie beruhten.





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