Die Story: Im Hamburger Hafen liegt ein von seinen Eignern aufgegebenes Schiff. Die Situation der Mannschaft ist verzweifelt. Unter der international zusammengesetzten Truppe befinden sich auch Mitglieder eines mysteriösen Matrosengeheimkultes - Überbleibsel des Marineapparats der Kommunistischen Internationale. Per Flaschenpost versuchen die okkultistisch bewegten Linksradikalen, Kontakt zu anderen revolutionären Zellen aufzunehmen: Alle Hoffnung auf Rettung richtet sich auf die Geister von verstorbenen Mitgliedern der eigentlich schon 1943 aufgelösten Komintern. Jene Geister ergreifen auch Besitz vom Bewusstsein einer Dokumentarfilmerin, die gerade einen Themenabend über den Hamburger Hafen vorbereitet ...
Die Schauspieler: Dass Martina Schiesser, die die Dokumentarfilmerin spielt, doch etwas mehr Erfahrung vor der Kamera hat als die meisten anderen Akteure, merkt man zwar. Aber die kleinen Unzulänglichkeiten fallen nicht weiter ins Gewicht: Der Film lebt sowieso von seinem improvisatorischen Charme. Schöne Auftritte haben Julius Block von den Goldenen Zitronen und Dschingis Bowakow (genau, der Dschingis aus "Nordsee ist Mordsee").
Die Regisseure: Etwas wirr mag es auf den ersten Blick anmuten, was Peter Ott ("Jona") und Ted Gaier von den Goldenen Zitronen einem hier auftischen. Aber die freien Gedankenspielereien machen Spaß - und die Bezüge des Films zu den vor einem Dreivierteljahrhundert ebenfalls im Hamburger Hafen gedrehten Agit-Prop-Klassikern "Brüder" von Werner Hochbaum und "Der Deserteur" von Dziga Vertov entwickeln ihren ganz eigenen Reiz.
Fazit: Ein erfrischend unkonventioneller experimenteller Spielfilm - sehenswert!
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?