Er ist beim HSV zu Kreuze gekrochen, er ist nach siebenmonatiger Verletzungspause wieder fit (Fußbruch, Medizincheck in Hoffenheim bestanden), und er kostet nicht viel Geld. Es gibt eine einfache Lösung für die angespannte Lage in der Innenverteidigung - Bastian Reinhardt steht bereit. Der HSV müsste nur einwilligen.
"Es ist ja kein Geheimnis", sagt Reinhardts Berater Jörg Neblung, "Basti würde gern in Hamburg bleiben. Und er würde das Budget kaum belasten." Nach sieben Jahren HSV wollte der 33-jährige Abwehr-Fels (1,94 m, 94 Kilo) eigentlich neue Wege einschlagen, lehnte das Hamburger Angebot über einen neuen Zweijahresvertrag plus dreijähriger Anschlussvereinbarung als Mitarbeiter in der HSV-Marketingabteilung ab. Verzockt aus Eitelkeit - die Zeiten sind vorbei. Die Optionen in Wolfsburg und Hoffenheim zerschlugen sich, exotische Lösungen lehnt Reinhardt ab. Nun allerdings wird es eng. Neblung: "Es gibt derzeit keine Angebote." Reinhardt hat für heute einen Trip ins Ausland geplant, um sich bei einem Interessenten vorzustellen. Sein Handy wird er auf jeden Fall nur im Flugzeug ausschalten - vor und nach der Landung ist er gesprächsbereit! "Vorstellen kann ich mir das schon", sagt Basti, "aber ich habe vom HSV noch nichts gehört. Ich drücke auf jeden Fall Alex Silva die Daumen."