Kleingärten oder doch Wohnbebauung: Was kommt auf den geplanten A7-Deckel in Othmarschen und Bahrenfeld? Eine neue Konzeptstudie schlägt jetzt eine "Gartenstadt" an Stelle der geplanten Kleingärten vor: Wohnen auf der Autobahn!
Wie berichtet soll bis etwa 2016 eine Überdachung der A7 in drei Abschnitten von Othmarschen bis Stellingen gebaut werden. Bisher sieht die Planung vor, etwa 470 Kleingärten, die neben der A7 liegen, auf den Deckel umzusiedeln (wogegen sich bei den Kleingärtnern Widerstand regt). Im Gegenzug sollen die Parzellen an einen Investor verkauft werden, der dort dann etwa 2000 Wohnungen errichtet. Mit dem so erlösten Geld will die Stadt ihren Anteil (150 Millionen Euro) an den Kosten des Deckels übernehmen. Den Rest der 400 Millionen Gesamtkosten schultert der Bund.
"Städtebaulich ist dieser Plan nicht befriedigend", sagt Architekt Sven Erik Dethlefs, der die Konzeptstudie für die "Gartenstadt" entwickelt hat. Seine Idee: Die etwas mehr als 2000 Wohnungen sollten einfach auf den Deckel selbst gebaut werden - erst einmal nur in Othmarschen und Bahrenfeld. Dethlefs: "Ein Investor baut den Deckel auf eigene Kosten und erhält im Gegenzug das Recht, die Gartenstadt zu vermarkten." Vorteil für die Stadt: Sie hätte keine Kosten und müsste die Kleingärten-Grundstücke nicht verkaufen. Politisch wird das Projekt von der FDP unterstützt.
Technisch wäre eine 30-prozentige Bebauung des Deckels kein Problem, hat Dethlefs errechnet. Aus Feuerschutzgründen müsste zwischen Autobahn und Oberfläche eine zusätzliche Ebene eingezogen werden, die als Tiefgarage dienen könnte. Ansonsten ist in der "Gartenstadt" alles auf öko getrimmt: Neben Solar und Geothermie könnte sogar die Abwärme der Fahrzeuge im Tunnel genutzt werden.
Die Stadtentwicklungsbehörde kennt Dethlefs' Entwurf - ist aber skeptisch. Der Bund wolle keine Bebauung, heißt es. Und: eine Finanzierung erscheint schwierig. Dethlefs: "Es gibt Investoren, die sich interessieren und das nötige Geld hätten."
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?