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Zu viel ist eben zu viel

Wie krass! Krokodil! Känguru! Zebra! Das gibt's da alles? Und wie schmeckt das?" Tja nun. Keine Ahnung. Im "Mongo's" am Straßenbahnring, einer von neun deutschen Filialen, wird das zwar auch gegessen - aber nicht nur.



"Die Zubereitungsart der Speisen geht zurück bis in die Zeit, als Dschingis Khan mit seinen Heerscharen die mongolische Steppe verließ und auf Beutezügen große Teile Asiens eroberte", steht in der Karte geschrieben. Die ist knallig gelb und orange, genau wie das Restaurant selbst. Dschingis Khan - Erfinder der Eventgastronomie? Zugegeben: Das Konzept geht auf. Der Laden ist proppenvoll.



Nur ist es eben so, als würde man bei Ronald McDonald Geburtstag feiern. Das macht man auch nicht, weil die Burger so fantastisch zubereitet und Pommes so irre gesund sind. Sondern wegen des Ereignisses.



Im "Mongo's" bedeutet das: Man bestellt das "Total Mongo's Menü" für 20,90 Euro und darf sein Schälchen am üppigen Buffet so oft füllen, wie man will. Bevor wir losziehen, noch schnell einen "Singing Grüner Veltliner" von Laurenz V. (22,50 Euro) und eine der neun Marinaden bestellt, mit denen der Koch auf der heißen Platte Fleisch, Fisch, Gemüse und Co. aufpeppen will. Betonung auf "will": "Mongo's BBQ" etwa, laut Karte der "ideale Begleiter" zu so gut wie allem, erschlägt jeden Eigengeschmack. Übrig bleibt ein gummiartiges Krokodil-Gefühl. Und so geht es mit fast allen Soßen. Doof, auch weil der "Aufsauge-Reis" vom Service ständig vergessen wird.



Enttäuscht schenken wir uns das Dessert lieber gleich. Schade, hatten wir uns doch auf diesen Exoten-Abend gefreut. Unser Fazit: Wer des Essens wegen ins Restaurant geht, wird hier nicht glücklich. Wer was zu erzählen haben möchte dagegen schon.

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Datum:  18.6.2008
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