Denn die Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes befürchten angesichts des kommenden Sparhammers das Schlimmste und berieten sich gestern im Curio-Haus (Rotherbaum), wie sie am besten Widerstand leisten können.
Die gigantische Summe von jährlich 560 Millionen Euro muss eingespart werden. Der größte Batzen im Betriebshaushalt: Die 71800 Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Sie kosten jährlich rund 3,9 Milliarden Euro. Klar ist: Hier wird der Rotstift ohne Gnade angesetzt. So ist im Gespräch, die Pensionsgrenze für Polizisten von 60 auf 62 Jahre zu erhöhen, Einkommen zu kürzen und rund 800 Mitarbeiter einzusparen. "Der Unmut unter den Beschäftigten der Stadt nimmt angesichts der beabsichtigten unverschämten Griffe des Senats in die Geldbörsen der Beamten immer stärkere Formen an", heißt es beim DGB. Und so wurden gestern kurzerhand die Personalräte des öffentlichen Dienstes ins Curio-Haus an der Rothenbaumchaussee geladen, um Protestaktionen zu besprechen. "Wir zeigen dem Senat die rote Karte", so Sieglinde Friess von der Gewerkschaft Ver.di.