Mit der Ankündigung des ersten "Google-Handys" T-Mobile G1 werden die Karten im heiß umkämpften Smartphone-Markt neu gemischt. Ist das erste Smartphone mit dem neuen Google-Betriebssystem Android, das T-Mobile am 22. Oktober in den USA herausbringt (Deutschland: Frühjahr 2009), besser als Apples iPhone? Digatrend hat die beiden Smartphones miteinander verglichen.
- Die Konzepte: Bei beiden Handys steht die mobile Internetnutzung im Vordergrund. Die großen Displays eignen sich hervorragend für die Darstellung von Internetseiten, der Datenturbo HSDPA sorgt für schnelles Surf-Tempo. Technisch ist das G1 dem iPhone in einigen Punkten überlegen, ansonsten ähneln sich die beiden Multimedia-Handys stark - auch preislich. Großer Unterschied: Beim G1 wird man permanent angehalten, Googles eigene Internetdienste wie GMail und Picasa zu nutzen - und dem Werbegiganten damit persönliche Daten auf dem Silbertablett zu servieren. Einen Plan für Popup-Werbung auf dem Handy gibt es nicht.
- Preise: Wie teuer das Google-Phone bei uns werden wird, ist unklar - legt man die US-Tarife zugrunde, dürfte man mit gut 150 Euro plus Zweijahresvertrag dabei sein. Für das iPhone mit acht GB sind mit dem günstigsten Vertrag (29 Euro im Monat) 170 Euro fällig.
- Fazit: Während das iPhone durch die Unterstützung des Daten-Synchronisations-Service Microsoft Exchange auch Business-Kunden ansprechen will, ist das G1 vor allem für Privatanwender interessant. Wenn man sich an Googles Datensammel-Wut nicht stört...
Das schmeckt Apple-Chef Steve Jobs (l.) gar nicht: Die Google-Bosse Larry Page (M.) und Sergey Brin stellten gemeinsam mit T-Mobile einen Konkurrenten für sein iPhone vor: das "T-Mobile G1 with Google".