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SKANDAL BEIM "HANS": Preisträger zerschlägt seine Trophäe

So feierte der Kiez seine Musikszene 2010

Doch Lars Lewerenz, Chef der Hamburger Plattenfirma „Audiolith“, holte tatsächlich eine Axt raus, um die von Künstler Nils Koppruch eigens designte Trophäe zu zertrümmern. Tatort: Die Musikpreis-Verleihung "Hans" im Gruenspan auf der Großen Freiheit.



Rund 500 Gäste aus der Musikbranche feierten dort Mittwochnacht bei der von Alexander Maurus und Uriz von Oertzen initiierten Hamburger Pop-Auszeichnung. Doch während sich Bands wie Fettes Brot, Tocotronic oder Jan Delay und Ina Müller freudig für ihren „Hans“ bedankten (der Name des Preises spielt auf "Hanseat" und "Hans Albers" an), holte Lewerenz zum Rundumschlag aus. Er wolle nicht mit einem Hans Albers in Verbindung gebracht werden, dessen Rolle im Dritten Reich umstritten sei. "Ich bin auch kein Hanseat, sondern ein stinknormaler Junge aus dem Umland", tönte der Gewinner der Kategorie "Label des Jahres" und beschwerte sich über den undotierten Preis. "Ich hätte dringend Kohle gebraucht!"



Lewerenz, der auf seinem Independent-Label mit Sitz auf St. Pauli seit 2003 erfolgreich Elektro-Punk-Bands wie Frittenbude und Egotronic veröffentlicht, quatschte das genervte Publikum quälende 20 Minuten zu.

Arrogant und pseudo-rebellisch gaben sich auch die 20-jährigen Jungs der Hamburger Band "1000 Robota", die sich den (mit 2000 Euro dotierten) Preis als „Bester Nachwuchs“ abholten.



Absichtlich stießen die Musiker die technischen Geräte von Bühne und Pult - um den verursachten Schaden anschließend hämisch zu bilanzieren: "Das waren jetzt wohl 200 Euro..."

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