Die Wartezimmer der Ärzte sind wieder voll mit schniefenden und hustenden Patienten. Wenn sich der Winter so launisch zeigt wie jetzt - mal lockt er mit wärmeren Temperaturen, um gleich am nächsten Tag den Wintermüden seine "kalte Schulter" zu zeigen - dann ist "Gefahr in Verzug".
Die Atemwege sind in der Zeit besonders bedroht. Schon eine banale Erkältung kann in die Atemwege steigen und einen starken Husten bewirken. 80 bis 90 Prozent aller Bronchitis-Erkrankungen werden durch Viren verursacht. Gesellen sich zu den Viren noch Bakterien hinzu, spricht man von einer eitrigen Bronchitis oder von "bakterieller Superinfektion". Diese Bakterien-Herde siedeln sich gerne in den Nebenhöhlen, im Mittelohr oder in der Lunge an.
Alarmzeichen für eine solche Zweitinfektion: Die Krankheitssymptome verschlimmern sich, nachdem sie kurzfristig besser wurden. Jeder zehnte Bronchitis-Kranke muss mit einer derartigen bakteriellen Superinfektion rechnen. Keine harmlose Erkrankung! Deutliche Zeichen dafür: Fieberrückfall, der Husten-Auswurf ändert seine Farbe von weisslich zu grüngelb. Hält der Husten an und kommen womöglich einseitige Brust- oder Rückenschmerzen hinzu, muss dringend ein Arzt aufgesucht werden: Verdacht auf Lungenentzündung!
In Westeuropa sind Lungenentzündungen unter allen Infektionskrankheiten die häufigste Todesursache. Besonders gefährdet sind Menschen mit geschwächtem Immunsystem, alte Menschen und Kleinkinder. Die Symptome der Lungenentzündung können je nach Erreger sehr unterschiedlich sein. Bei Bakterien plagen Sie Schüttelfrost, hohes Fieber, schmerzhafte Atembeschwerden und Husten mit rostfarbigem Auswurf. Virale Infekte haben Kopf- und Gliederschmerzen sowie quälenden, meist trockenen Husten zur Folge. Ärzte verordnen in der Regel Antibiotika, strenge Bettruhe und ganz viel Tee.