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Hamburgs Eltern rechnen ab

Hamburgs Eltern rechnen ab

Foto: Quandt

Eine Ohrfeige für den Senat: Die Hamburger stellen der Familienpolitik des Senats ein mieses Zeugnis aus. Vor allem die Kita-Gebührenerhöhung sorgt für Unmut. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Online-Umfrage unter 503 Hamburgern. Hier die wichtigsten Ergebnisse im Einzelnen:



- Kein Verständnis für Gebührenerhöhung: 75 Prozent der Eltern lehnen die Sparmaßnahme ab. Aber auch die Kinderlosen sind nicht einverstanden: Von ihnen sind 65 Prozent dagegen. Insgesamt verurteilen 71 Prozent der Hamburger die Erhöhung. 84 Prozent wollen dagegen, dass Familien besser gefördert werden.



- Kampfansage an Frauen? Vor allem die Frauen fühlen sich benachteiligt. 77 Prozent der weiblichen Hamburger finden die Erhöhung "unangemessen" (Männer: 65 Prozent). Sie fühlen sich offenbar besonders als Leidtragende, da sie im Zweifelsfall eher zu Hause bleiben als ihre Männer.



- Senat ist familienfeindlich: Nur 16 Prozent der Hamburger beurteilen die aktuelle Senatspolitik als "familienfreundlich". Besonders kritisch auch hier: die Frauen. Nur 14 Prozent geben dem Senat eine gute Beurteilung (Männer: 18 Prozent). Bei den Eltern liegt der Wert sogar bei nur 12 Prozent (Kinderlose: 20 Prozent). Explizit als "familienunfreundlich" beurteilte den Senat genau die Hälfte der Hamburger (Eltern: 55 Prozent). 34 Prozent sagen "weder noch".



- Wo sollte gespart werden? Bei den Prestigeprojekten! 69 Prozent wollen bei der Elbphilharmonie kürzen (Mehrfachnennungen möglich), 55 Prozent bei der Bankenrettung. Auch die Stadtbahn ist unbeliebt: Hier wollen 35 Prozent den Rotstift ansetzen. 19 Prozent wollen "überall ein bisschen" kürzen. Bei dauerhaften Ausgaben wie Polizei oder Soziales soll nicht gekürzt werden.



- Schlechte Aussichten für Schulreform: 40 Prozent sagen, die Kita-Erhöhung beeinflusst ihre Wahlentscheidung bei der Schulabstimmung. Bei den Eltern sind es sogar 45 Prozent! Dazu: 37 Prozent wollen gegen die Reform stimmen, nur 21 dafür. Immerhin: Ein Viertel der Wähler ist noch unentschlossen. Viel zu tun für den Senat!

So bewerten Hamburger die Familienpolitik des Senats

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Datum:  9.5.2010
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