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SCIENCE FICTION

District 9

Die Story: Ein Raumschiff mit Außerirdischen, die von ihrem Planeten geflohen sind, strandet in der Nähe von Johannesburg. Übergangsweise werden die Aliens in einem Auffanglager untergebracht, das bald zu einem Slum verkommt. Nachdem die sozialen Spannungen zwischen Menschen und Außerirdischen zu eskalieren drohen, überträgt die Regierung die Verantwortung für die fremden Kreaturen einer privaten Firma, die sich von der fortschrittlichen Waffentechnik der Aliens riesige Profite verspricht. Allerdings können diese Waffen nur mit Alien-DNA aktiviert werden. Als sich Wikus, ein Mitarbeiter der Firma, mit einem mysteriösen Virus infiziert, verändert sich langsam seine DNA - und er wird zum meistgejagten Wesen der Erde...



Die Schauspieler: In der Rolle des unbedarften Angestellten Wikus, der langsam zum Alien mutiert, überzeugt Sharlto Copley, ein Regisseur, Autor und Produzent, der als Darsteller bis jetzt nur in seinen eigenen Filmen zu sehen war. Sein Wikus könnte ein Bruder von Stromberg sein: ein biederer Bürokrat, stets auf den eigenen Vorteil bedacht - wie der freundliche Rassist von nebenan. Die Aliens an seiner Seite sind vollständig computeranimiert, wirken aber verblüffend echt und fügen sich perfekt in die Umgebung ein.



Der Co-Autor und Regisseur: Der 29-jährige Südafrikaner Neill Blomkamp, gefeierter Werbefilmer und Experte für Spezialeffekte, zeigt mit diesem Kino-Überraschungshit, dass Intelligenz und Action sich nicht zwangsläufig ausschließen. Sein Science-Fiction-Abenteuer, von "Herr der Ringe"-Regisseur Peter Jackson produziert, für ein erstaunlich geringes Budget in einem echten Slum in Soweto realisiert und mit enormer erzählerischer und tricktechnischer Raffinesse inszeniert, ist weit entfernt von typischer Hollywood-Konfektionsware á la "Transformers": Blomkamp kombiniert die knallharte soziale Realität seines Heimatlandes mit innovativen Fantasy-Elementen zu einer dreckig-düsteren Zukunftsvision - und liefert damit zugleich einen bitteren Kommentar zu den Themen Fremdenhass, Ausgrenzung und Unterdrückung. Der Film kommt anfangs im Gewand einer Dokumentation daher, verwandelt sich dann jedoch in ein etwas ermüdendes und ausuferndes Action-Spektakel, das indes visuell stets beeindruckend bleibt. Nach dem sensationellen Kassenerfolg in den USA dürfte eine Fortsetzung nicht lange auf sich warten lassen.



Fazit: Spannende, finstere, intelligente Mischung aus Science-Fiction-Drama, Gesellschaftssatire und Überlebensthriller.

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Datum:  10.9.2009
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