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Befürworter sauer: "Dann lieber den Volksentscheid!"

Analyse: Der neue alte Streit um die PISA-Interpretation

Es geht um das Angebot, den Start der Primarschulen auf mehrere Jahre bis 2012 zu splitten und den Schulen fürs Schuljahr 2010/11 noch freizustellen, ob sie Primarschule werden wollen. "Mit diesem Stufenmodell ist Schwarz-Grün zu weit gegangen", sagt Stefanie von Berg, Sprecherin der Initiative Pro Schulreform. "Dann doch lieber den Volksentscheid."



Morgen treffen sich die Gegner im Streit um die Schulreform zum dritten und vielleicht letzten Mal. Wenn es dann keine deutliche Annäherung gibt, kommt es im Sommer zum Volksentscheid. Eins steht schon jetzt fest: Schwarz-Grün will alle eigenen Kompromiss-Vorschläge umsetzen - selbst wenn es zum Volksentscheid kommt.



Die Initiative Pro Schulreform fürchtet um die Zukunft der 23 Starterschulen, die jetzt bereits Primarschule sind. Wenn noch ein Jahr auf die freiwillige Umsetzung der Primarschule gesetzt werde, so würde es den Pionieren erschwert. Sie könnten in Klasse sieben ihre Schule nicht so frei wählen wie andere Schüler und müssten sich als Quereinsteiger in bestehende Klassenverbände integrieren. Sorge bereitet Pro Schulreform auch, dass die Schulkonferenzen entscheiden sollen, ob eine Schule Primarschule wird. "Das trägt den politischen Streit in die Schule und führt zu Konflikten zwischen Lehrern und Eltern."



"Mit der Ankündigung, ihre Kompromiss-Vorschläge auf jeden Fall umzusetzen, wollen CDU und GAL dem Volksentscheid den Wind aus den Segeln nehmen", mutmaßt WWL-Sprecher Walter Scheuerl. Er macht sich deswegen aber keine Sorgen. "Nur jeder zehnte Hamburger ist für die Primarschule", schätzt er. "Und die Stimmung in der Stadt ist eindeutig: keine faulen Kompromisse!"

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Datum:  26.1.2010
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