Nach massiven Protesten von Seiten der Theaterleitung, der Öffentlichkeit und der Opposition wird das Betriebsgebäude des Schauspielhauses nicht wie geplant an eine private Investorengruppe verkauft.
Finanzsenator Wolfgang Peiner (CDU) sei mit dem Investor übereingekommen, dass das Gebäude, zu dem der Fundus, die Werkstatt, der Malersaal und die Verwaltungsbüros des größten deutschen Sprechtheaters gehören, vorerst in städtischer Hand bleibt.
Ursprünglich sollten im Rahmen eines Pakets von 39 öffentlichen Gebäuden - darunter auch die Finanzbehörde, das Abaton-Kino und das Ohnsorg-Theater - der hintere Teil des Schauspielhauses an die IXIS Capital Partners Limited verkauft werden. Der Käufer wollte zwar die unentgeltliche Nutzung des Betriebsgebäude bis 2057 garantieren. Was danach mit dem Gebäude passieren würde, wäre jedoch allein dem neuen Eigentümer vorbehalten geblieben. "Alle Zweifel an der Bespielbarkeit des Deutschen Schauspielhauses nach 2057 sind nun definitiv ausgeräumt", sagte Kultursenatorin Karin von Welck (parteilos).