Nicht nur auf der Reeperbahn und auf St. Georg überwachen Videokameras den öffentlichen Raum - auch in der Schanze ist dies der Fall. Damit bestätigte der Senat jetzt einen Bericht der MOPO.
Hintergrund: In der Sternschanze kommt es immer wieder zu Sachbeschädigungen, die augenscheinlich gegen die "Yuppisierung" des Stadtteils gerichtet sind. Offenbar hatte die Polizei Mieter in der Schanze angesprochen, um in deren Wohnungen Kameras zu installieren. So wollte man die Täter überführen. Wie der Senat jetzt auf eine Anfrage des Abgeordneten Andreas Dressel (SPD) mitteilte, sind auf diese Weise in der Schanze und im Karoviertel seit Beginn des Jahres 62 Sachbeschädigungen registriert worden. Daraus resultierten 16 Ermittlungsverfahren, die bis auf eines aber alle eingestellt wurden.
Zur Frage, wie viele Kameras in der Schanze im Einsatz sind, schweigt der Senat. Begründung: Dies berühre die Einsatztaktik der Polizei. Dressel will es dennoch genauer wissen. Er hat eine neuerliche Anfrage gestellt und will vor allem zwei Punkte klären: Gibt es noch anderswo in Hamburg Videokameras, die öffentlichen Raum überwachen? Und: Wer genau hat Zugriff auf die Kameras, die ja offenbar in Privatwohnungen untergebracht sind?
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