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Saufen & kiffen

Für Schüler normal

Rauchen, Saufen, Kiffen - Drogen gehören bei Schülern zum Alltag. Das ist das alarmierende Ergebnisse einer Hamburger Studie. Die schlechte Nachricht zuerst: Fast jeder fünfte Jugendliche (17 Prozent) zählt zu den "aktuellen Kiffern" - hatte in den vergangenen 30 Tagen Cannabis konsumiert. Erschreckende 63 Prozent dieser Altersgruppe griffen zur Flasche und 42 Prozent outeten sich als akute Raucher. Außerdem auffällig: Die Mädchen "emanzipieren" sich beim Drogengebrauch - sie gleichen sich immer mehr dem Jungs-Verhalten an.



Die gute Nachricht: Im Vergleich zur 2004-er Untersuchung ging die Zahl der Drogenkonsumenten zurück oder stagnierte zumindest. Bildungssenatorin Alexandra Dinges-Dierig konnte gestern einen erheblichen Erfolg präsentieren: "Das Rauchverbot greift!" Seitdem im Sommer vergangenen Jahres Hamburgs Schulen zur qualmfreien Zone erklärt wurden, hat sich laut der "Schulbus-Studie" der Anteil der Rauchenden in der Gruppe der 14- bis 15-Jährigen von 36 auf 18 Prozent halbiert. Auch der Cannabis-Konsum auf Klassenfahrten sei in diesem Zusammenhang signifikant zurückgegangen.



Die Senatorin will allerdings mehr, schließt weitere repressive Maßnahmen nicht aus. Nächste Ziele: Rauchverbot im Sporthallenbereich. Eindämmen der Alkoholabgabe an Jugendliche. Interventionen in der Disco-Szene. Lehrer-Fortbildung zum Erkennen von Konsum illegaler Drogen.



Droge Nummer 1 ist nach wie vor der Alkohol - und beim Griff zur Flasche dominieren inzwischen die 14- bis 18-jährigen Mädchen. 87,4 Prozent von ihnen haben Erfahrungen mit Alkohol (Jungen 84,8 Prozent). 65 Prozent der weiblichen Jugendlichen sind aktuelle Alkoholkonsumentinnen - 61,5 Prozent männliche. Drei Viertel der 14-jährigen Jugendlichen haben schon Erfahrungen mit dem Alkohol. Und fast zwei Drittel der unter 16-Jährigen sind aktuelle Konsumenten, obwohl die Abgabe dieser Getränke an sie gesetzlich verboten ist.



Beim Probieren von Cannabis sind männliche und weibliche Jugendliche etwa gleich "neugierig". Beim aktuellen Kiffen allerdings zeigen sich die Mädchen "zurückhaltender". 20,4 Prozent der Jungs greifen akut zur "Tüte" - bei den weibliche Jugendlichen sind es 13,5 Prozent. Kiffen ist hauptsächlich ein "gesellschaftliches" Ereignis - der Joint kreist meistens im Freundeskreis, auf Parties und Konzerten - auf Klassenfahrten ging der Konsum von 48 Prozent im Vorjahr auf 37 Prozent zurück. Insgesamt ist laut Studie der Cannabis-Konsum im Vorjahresvergleich konstant geblieben.



Gesundheitsstaatsrat Dietrich Wersich unterstrich, die Maßnahmen in der Suchtprävention müssten fortgesetzt werden. "Die Konsum-Trends unter Schülern gibt es schon seit Jahrzehnten, daher erwarten wir keine Quantensprünge."

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Datum:  22.6.2006
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Thomas Hirschbiegel

Aufschriften auf Firmenwagen sind immer wieder ein ergötzliches Thema. Jetzt stand ich am Eimsbütteler Markt hinter einem Transporter, auf dem stand: „Vor Ihnen fahren die Maler mit Freude am Beruf.“