Martin Jol ist Vergangenheit. Auf den neuen HSV-Trainer wartet nach Dienstantritt ein Stapel Arbeit. Im zweiten Teil der Statistik-Serie sagt die MOPO, worauf er sich freuen kann - und wo zugelegt werden muss.
Die Stärken
Verbessert: In der Saison 2007/2008 gelang dem HSV nur in neun von 34 Spielen mehr als ein Tor (insgesamt nur 47 Treffer). In dieser Spielzeit traf Hamburg in 17 der 34 Partien mindestens doppelt.
Kopfballstark: Der HSV erzielte überdurchschnittliche 13 Kopfballtore - allein sieben Mal nickte Petric ein.
Blitzstarts: Nur Leverkusen und Wolfsburg trafen öfter in der Anfangsviertelstunde (je zehn Mal) als Hamburg (neun Mal).
Verbessertes Flügelspiel: Nur 21 der 47 Tore wurden in der Saison 2007/2008 über die Außenbahnen vorbereitet - der geringste Anteil. In dieser Spielzeit fielen so 32 der 49 Treffer.
Viele Tore nach langen Pässen: Sieben Mal traf der HSV nach langen Bällen - nur drei Teams häufiger.
Die Schwächen
Mäßige Torausbeute: Mit 49 Toren lag der HSV unter dem Ligaschnitt (50).
Großchancen-Anzahl eines Abstiegskandidaten: Der HSV agierte zu selten zwingend und kam nur zu 46 Großchancen. Nur Cottbus (!) hatte weniger Hundertprozentige.
Spielerische Mängel: In 34 Partien gelangen nur 33 Tore aus dem Spiel heraus - eine herbe Enttäuschung.
Harmlos am Spielende: Der HSV erzielte in der Schlussviertelstunde nur vier Tore - Ligaminus.
Wenige Torschützen: Die Tore verteilten sich auf nur zehn Spieler - kein Team hatte weniger Torschützen in seinen Reihen.
Und sonst?
Alu-Seuche: Hamburg traf 18 Mal Aluminium - Ligahöchstwert (zusammen mit Bremen).