Die S-Bahn-Wache im Kreuzfeuer. Groß ist die Empörung unter den MOPO-Lesern über angebliche rechtsextremistische Tendenzen bei einzelnen Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes. Darüber hatte die MOPO am Donnerstag exklusiv berichtet. "Seither brennt bei uns die Luft", sagt ein Wachmann, der nicht genannt werden will. "Ein Kopfgeld wurde ausgesetzt. Wer den Namen des Kollegen nennt, von dem die MOPO die Informationen erhalten hat, soll eine Belohnung von 1000 Euro bekommen."
Mehrere ehemalige Wachleute des öffentlichen Personennahverkehrs haben sich unterdessen in der Redaktion gemeldet. Und was sie berichten, deckt sich mit den aktuellen Vorwürfen: "Ich habe oft erlebt, dass Menschen mit anderer Hautfarbe als ,Neger', ,Kaffa' oder ,Kanacke' beleidigt wurden. Wenn wir jüngere Afrikaner am Bahnhof Dammtor getroffen haben, wurden diese sofort als Drogendealer abgestempelt und entsprechend behandelt. Es war völlig normal, dass es zu Handgreiflichkeiten kam. Diese Personen wurden so lange provoziert, bis sie eine falsche Handbewegung machten und den Anlass dafür boten, zuzuschlagen."
Ein anderer Ex-Wachmann spricht davon, dass in der S-Bahn-Wache eine regelrechte Seilschaft von Mitarbeitern mit rechter Gesinnung existiere. "Die decken sich gegenseitig. Wenn heraus kommen sollte, wer der MOPO Informationen zugeschoben hat, dann muss der Betreffende damit rechnen, abends vor seiner Haustür ein paar aufs Maul zu bekommen. Das ist ganz üblich so."
Kopfgelder auszusetzen, habe ebenfalls Tradition. "Vor ein paar Monaten schrieben Kollegen anonym Briefe an unsere Firmenleitung in Berlin und beschwerten sich über Mobbing. Anschließend hat der Einsatzleiter 1000 Euro Belohnung ausgesetzt auf den ,Verräter'".
Ende der 90er Jahre hatte die MOPO aufgedeckt, dass S-Bahn-Wachleute Menschenjagden auf Junkies, Obdachlose und Ausländer veranstalteten. Im vergangenen Jahr wurde öffentlich, dass ein Wachmann vor der Fußball-WM öffentlich zu Gewalt aufgerufen hat. Über seine Internetseite "gewaltbereit.com" bot er T-Shirts zum Kauf an. Aufdruck: "Gewaltbereit - WM 2006".
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?