Es wird gehämmert und gebohrt, riesige Sägen zerschneiden Betonteile, auf der Baustelle im Schanzenpark herrscht Hochbetrieb. Stockwerk um Stockwerk wächst - von außen unsichtbar - innerhalb des alten Wasserturms ein neuer Turm heran.
Probleme bereitet die charakteristische Fassade. Einige Teile mussten bereits abgetragen werden, Kritik wurde laut (MOPO berichtete). "Wir befürchten einen Abriss auf Raten", sagt Peter Hass von der Initiative "Freies Netzwerk für den Erhalt des Schanzenparks".
"Das neue Bauwerk ist nicht das Problem, sondern die Lösung!", erwidert Jürgen Klein, Projektleiter der Baufirma Patrizia. Die Fassade bröckele, weil die Erbauer nicht an Rostschutz für 100 Jahre gedacht hätten. Rostende Stahlträger hinter der Fassade sprengten jetzt die Ziegel ab. Die Stücke, die abgetragen wurden, gaben auf geringsten Druck nach, wären also eh bald abgeflogen. Später werde man diese Teile aber erneuern, versichert Klein.
Damit die Fassade aber die kommenden Jahrzehnte übersteht, werden jetzt zwischen den tragenden Säulen des Neubaus Querträger eingezogen. Daran wird die Fassade dann befestigt. So ist sie nicht mehr von dem alten Stahlfachwerk abhängig. "Das Neue trägt das Alte", erklärt Jürgen Klein sein Konzept. Im Sommer wird der Rohbau fertig sein. 2007 sollen dann die ersten Hotelgäste einziehen.