Die Story: Geschäftsmann Lucas fühlt sich stark von Elsa angezogen, die damit beauftragt ist, den Eingangsbereich seiner Firma mit einer Keramikfreske zu verschönern. Um einer Enttäuschung bei der Beziehungsanbahnung vorzubeugen, will der noch von seiner letzten Liebeserfahrung traumatisierte Schwerenöter auf Nummer sicher gehen. Er beauftragt Hausdetektiv Roland damit, möglichst alles über die Künstlerin herauszufinden. Nimmt sie Drogen? Hat sie einen Bettgenossen? Oder ist sie etwa lesbisch? Mit Insider-Informationen gut versorgt, pirscht sich Lucas schließlich an das Objekt seiner Begierde heran.
Die Schauspieler: Das Drehbuch gibt Vincent Lindon ("Das Zauberflugzeug") als Kontrollfreak und Sandrine Bonnaire ("Die Frau des Leuchtturmwärters") als unkonventioneller Künstlerin reichlich Gelegenheit, ihr komödiantisches Talent zur Schau zu stellen. Noch lustiger sind allerdings die Auftritte von François Berléand ("Die Kinder des Monsieur Mathieu") in der Rolle des Schnüfflers, der mit großem technischen Aufwand nur wenig wirklich Wichtiges ans Licht bringt.
Der Regisseur: Von Anfang an drückt Pierre Jolivet ("Fred") mächtig auf die Tube. Enervierend oft bimmelt das Handy des viel beschäftigten Unternehmers, der Annäherungsprozess zwischen Lucas und Elsa wird von einem Feuerwerk mal mehr, mal weniger pfiffiger Dialoge begleitet. Und der eher minder erfolgreiche Einsatz moderner Überwachungstechnik führt zu einer Reihe komischer Situationen, die mitunter ins Slapstickhafte münden. Doch natürlich bekommt Elsa irgendwann Wind von den "Vorsichtsmaßnahmen". Ärger ist programmiert. Ab da verliert Jolivets Werk deutlich an Esprit und strebt - nach einer Phase, in der Lucas der wohlverdiente Katzenjammer ergreift - nur noch mäßig originell dem absehbaren Happy End entgegen.
Fazit: Ein zwar pointenreicher, aber berechenbar verlaufender Film über die Unberechenbarkeit der Liebe.
Note: 3