Die Story: Rafi ist 37, sieht blendend aus und hat einen Superjob. Sie ist aber auch frisch geschieden und hat einen unerfüllten Kinderwunsch. Gründe genug, um bei Dr. Lisa Metzger die Couch platt zu sitzen. Die gestandene Therapeutin rät ihrer Klientin, auszugehen und Männer zu treffen. Schnell findet Rafi ein Antidepressivum: Es heißt David, ist erst süße 23, wohnt bei seinen Großeltern, hat künstlerische Ambitionen und erweist sich im Bett als wahre Granate. Bereitwillig breitet die frisch Verliebte auch intime Details ihrer Beziehung vor der Psychologin aus. Der schwant alsbald, dass es sich bei Rafis Neuem um ihren Sohn handelt ...
Die Schauspieler: Einfach köstlich, wie "Lisa" Meryl Streep die zu entgleisen drohenden Gesichtszüge wieder unter Kontrolle bekommt, als sie realisiert, wen sich ihre Klientin da geangelt hat. Was für eine begnadete Komödiantin! Überhaupt sind ihre Szenen mit Uma Thurman echte Humor-Highlights. Beide Darstellerinnen schaffen es allerdings auch locker, die ernsthafteren Aspekte ihrer Rollen zu vermitteln: Lisa hat Probleme mit dem Loslassen, Rafi hört laut das Ticken ihrer biologischen Uhr. Gegen die beiden gut aufgelegten Stars hat Nachwuchs-Smartie Bryan Greenberg einen schweren Stand. Dass er nicht völlig untergeht, lässt auf schauspielerisches Talent schließen.
Der Regisseur Ben Younger ("Risiko") hat auch das Drehbuch verfasst, das nicht unbedingt zu den Stärken seiner Komödie gehört. Dramaturgisch sind etliche Verrenkungen nötig, um den Moment hinauszuzögern, in dem Rafi und Lisa endlich beide wissen, was Sache ist. Immerhin bleibt der Film in puncto Lovestory auf dem Boden der Tatsachen: Liebe allein ist nicht immer genug, um eine dauerhafte Beziehung aufzubauen. Schade, dass auf dem Weg zu dieser Erkenntnis neben spritzigen Dialogen auch einige Plattheiten ihren Platz finden.