Die Story: Zusammen mit ihrer Hündin Lucy hat sich Wendy von Indiana aus auf den Weg nach Alaska gemacht. Sie hofft dort auf einen Job in einer Fischfabrik. Aber irgendwo in Oregon gibt ihr alter Honda seinen Geist auf, und das, wo sie sowieso schon fast kein Geld mehr hat. Dann wird Wendy auch noch beim Stehlen von Hundefutter erwischt und von der Polizei in Gewahrsam genommen. "Wer sich kein Hundefutter leisten kann, sollte keinen Hund haben", entrüstet sich der Supermarktangestellte. Als Wendy zum Ort ihrer Missetat zurückkehrt, wo sie Lucy zurücklassen musste, ist diese spurlos verschwunden. Klar, dass Wendy sich sofort auf die Suche nach ihrer geliebten Hündin begibt.
Die Schauspielerin: Mit ihrem fein nuancierten, angenehm zurückgenommenen Spiel trägt Michelle Williams, die schon in "Brokeback Mountain" und in Wim Wenders' "Land Of Plenty" überzeugt hatte, den Film fast ganz allein. Fast, denn da ist ja auch noch die Golden-Retriever-Hündin, mit der Williams perfekt harmoniert - kein Wunder, es ist ihre eigene.
Die Regisseurin: Mit ihrem dritten Spielfilm entdeckt Kelly Reichardt eine Tugend wieder, die den meisten ihrer US-amerikanischen Kollegen in den letzten Jahren immer mehr abhanden gekommen zu sein scheint, nämlich ein echtes Interesse für die soziale Realität des Landes. In langen ruhigen Einstellungen sieht Reichardt ihrer alles andere als privilegierten Hauptfigur bei der Suche nach einem einigermaßen würdevollen Leben zu.
Fazit: Amerikanisches Independent-Kino, wie man es so wahrhaftig schon lange nicht mehr gesehen hat.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?