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Vivere

Die Story: Drei sehr verschiedene Frauen begegnen sich in diesem Film. Gemeinsam haben sie auf den ersten Blick nur ihre triste Adresse: den Kölner Malocher-Vorort Pulheim. Antonietta (Kim Schnitzer), 17, ist just mit ihrem Freund nach Rotterdam durchgebrannt. Ihr auf den Fersen ist ihre überaus pflichtbewusste Schwester Francesca (Esther Zimmering), 27. Im Auftrag des gestrengen italienischen Papas soll sie das Nesthäkchen nach Hause holen. Die frisch verrentete Speditionskauffrau Gerlinde (Hannelore Elsner), 60, ist soeben von ihrer langjährigen Geliebten verlassen worden. Betrunken und verzweifelt baut Gerlinde einen Unfall und wird von Francesca auf der Straße aufgelesen. Spontan fährt sie mit der jungen Frau bis nach Rotterdam. Hier trennen und kreuzen sich die Wege von Francesca, Antonietta und Gerlinde gleich mehrere Male. Wenn sich die drei am Schluss endgültig finden, hat jede von ihnen eine Lebenskrise hinter sich - und einen Neuanfang vor Augen.



Die Schauspieler: Wenn Hannelore Elsner eine Hauptrolle spielt, lohnt es sich fast immer, ins Kino zu gehen. Für "Vivere" gilt das besonders. Wie sie als Gerlinde weint und säuft und sich fast umbringt vor Liebeskummer - das geht zu Herzen. Gut und kraftvoll sind auch Elsners junge Partnerinnen Kim Schnitzer und Esther Zimmering als gegensätzliches Schwesterpaar.



Die Regisseurin: Angelina Maccarone ("Kommt Mausi raus?", "Verfolgt") hat im Drehbuch viel Biografisches verarbeitet. Die Tochter eines italienischen Gastarbeiters ist selbst in Pulheim aufgewachsen und kehrte für die Aufnahmen sogar in die Straße zurück, in der sie als Kind wohnte. Mit "Vivere" ist der lesbischen Regisseurin (ihr Name ist übrigens echt) wieder ein wunderbarer Film über Frauenliebe und Frauenfreundschaft gelungen: klug, sensibel und mit einer feinen Prise Humor.



Fazit: Angucken - nicht nur wegen Hannelore Elsner.

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Datum:  18.10.2007
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