Na klar, sie müssen sich noch ein wenig beschnuppern. Doch die Vorzeichen sind positiv. Als einziger Überlebender aus dem Trainerstab Martin Jols will Ricardo Moniz (45/Foto) sein Glück auch weiterhin in Hamburg finden. Bruno Labbadia sieht der Zusammenarbeit mit dem Techniktrainer optimistisch entgegen. "Ich mache mir von allen hier ein Bild, bin aber sehr offen", so der Chefcoach. "Man muss ja auch nicht zwingend alles ändern, wenn etwas gut ist."
Dass Moniz ein Mann mit Visionen ist, bewies er direkt zum Trainingsstart. Nicht zuletzt die Weiterentwicklung hoffnungsvoller Talente (wie Choupo-Moting oder Torun) liegt in seinem Aufgabenbereich. "Man muss jungen Spielern die Chance geben - dann liegt es an ihnen, sie zu nutzen", so der stets hochengagierte Co-Trainer, der um deutliche Worte nicht verlegen ist. "Die ganze Welt muss ein wenig wach werden und noch stärker auf die eigene Jugend setzen", so Moniz, der das beste Team auf dem Globus als Vorbild sieht: "Bei Barça kommen 50 Prozent der Profis aus der eigenen Jugend!" Den HSV-Jungs will er helfen, weiß aber auch: "Der letzte Schritt ist für sie immer der schwerste."
Moniz will weiter mitfeilen. "Mir gefällt, was hier aufgebaut wurde", erklärt der Niederländer. "Die Entwicklung ist sehr positiv, ich habe große Erwartungen. Es war mir einfach zu früh, jetzt schon zu verschwinden."