Wird René Adler zum Flattermann der Nation? Vier Flutschfinger-Anfälle innerhalb von nur drei Wochen. Für die designierte WM-Nummer-Eins ist das eine katastrophale Bilanz. Dass Franz Beckenbauer einen kaiserlichen Kübel Spott über dem 25-Jährigen auskippte, wird Joachim Löws Bundes-Adler gewiss nicht gelassener gemacht haben.
Am Montag wollte der Keeper zu alledem nichts mehr sagen. Er hatte seinen Fehler beim zwischenzeitlichen 1:1 des HSV eingeräumt, sogar das Wort "durchschleppen" benutzt, als es um seine aktuelle Leistungsfähigkeit ging. Seine Mannschaft hatte den Patzer durch vier eigene Treffer kompensiert. Aber was soll bei der WM werden, wenn Spiele auf Weltklasse-Niveau durch kleinste Unachtsamkeiten entschieden werden? Hält dann Adlers Nervenkostüm?
Beim 2:2 in Bremen ließ er einen haltbaren Naldo-Freistoß durch die Beine rutschen (Pizarro vollendete). Beim Länderspiel gegen Argentinien verschätzte Adler sich beim Rauslaufen - der Siegtreffer durch Higuain war die Folge. Bei der anschließenden Liga-Pleite seiner Mannschaft in Nürnberg patzte Adler nicht entscheidend, machte aber einen fahrigen Eindruck. Und am Sonntag gegen den HSV ließ er eine Aktion folgen, die Beckenbauer mit beißendem Spott kommentierte. "Wenn einer in der Schülermannschaft so einen Fehler macht, sagt man ihm: ,Such dir eine andere Sportart.'"
Kriegt Adler die Kurve - oder patzt er sich um seine WM-Chance? In dieser Verfassung kann Bundestrainer Löw ihn jedenfalls nicht gebrauchen. Tim Wiese (28) und Manuel Neuer (23) stehen in den Startblöcken - und erlauben sich derzeit keine Böcke.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?