Köln - Vier muslimische Organisationen in Deutschland haben einen gemeinsamen «Koordinierungsrat der Muslime» (KRM) gegründet. Das bestätigte Rafet Öztürk von der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (Ditib) am Mittwoch in Köln.
Der Koordinierungsrat solle künftig Ansprechpartner etwa für die Bundesregierung sein und sich um gemeinsame Positionen der vier Organisationen bemühen, die weiter völlig unabhängig blieben.
«Wir möchten uns damit auch selbst auf die Probe stellen, ob wir gemeinsame Entscheidungen treffen können oder nicht», sagte Öztürk. «Das müssen wir erst noch sehen.» Das Bundesinnenministerium hatte voriges Jahr angemahnt, dass auf Seiten der Muslime ein konkreter Ansprechpartner fehle.
Außer der Ditib beteiligen sich an dem Koordinierungsrat noch der Zentralrat der Muslime in Deutschland, der Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland und der Verband der islamischen Kulturzentren. Jeweils für sechs Monate soll der Vorsitzende einer dieser Organisationen der Sprecher des Koordinierungsrats sein. «Man kann sich dann von außen an diesen Sprecher wenden, aber der Sprecher kann nicht selbstständig Entscheidungen treffen», erläuterte Öztürk.
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